Auto gegen Zug: ein Toter
Obwohl die Signalanlage eines unbeschrankten Bahnüberganges in Steindorf auf Rot gestellt war, überquerte ein 53-Jähriger die Gleise. Er wurde vom Zug erfasst und im Auto eingeklemmt. Der Mann erlag seinen Verletzungen.

Foto © Daniel Raunig
Zu einem tragischen Unfall kam es Montag kurz vor elf Uhr vormittags bei einem unbeschrankten, allerdings mit einer Signalanlage versehenen Bahnübergang im Bereich des Uferweges in Steindorf. Ein 53-jähriger Klagenfurter, der ein Planungsbüro in der Landeshauptstadt betrieb, war mit seinem Auto auf dem Weg zu einem Geschäftstermin in Steindorf.
Obwohl die Signalanlage auf Rot gestellt war, fuhr der Mann über die Gleise. "In diesem Moment näherte sich gerade ein Regionalzug von Villach in Richtung Feldkirchen dem Bahnübergang. Der Lokführer leitete noch eine Notbremsung ein, konnte den Zug jedoch nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand bringen", schilderte Christoph Posch, Pressesprecher der ÖBB, den Unfallhergang.
Rund hundert Meter mitgeschleift
Das Fahrzeug des Klagenfurters wurde von der Lok erfasst und rund hundert Meter mitgeschleift. Der Aufprall war so massiv, dass der Klagenfurter sofort tot gewesen sein dürfte. Am Wagen des 53-Jährigen entstand Totalschaden, die Lok wurde nur leicht beschädigt. Der Lokführer erlitt jedoch einen schweren Schock und musste psychologisch betreut werden. Die Bahnstrecke war für mehrere Stunden gesperrt. An den Aufräumarbeiten beteiligten sich die FF Feldkirchen, Bodensdorf und Steindorf.
"Wir sind von diesem Unglück sehr betroffen", sagte Posch. An diesem unbeschrankten Bahnübergang war es in der Vergangenheit schon öfter zu Zwischenfällen gekommen. "Einen Defekt an der Signalanlage können wir ausschließen. Die Bahnbehörde wird die Sicherheitsanlage aber dennoch noch einmal genau überprüfen", kündigte Posch an. Er richtete seinen Appell überdies an alle Autolenker, vor unbeschrankten Bahnübergängen besondere Vorsicht walten zu lassen und Lichtzeichen Aufmerksamkeit zu schenken. "Bei Rot stehen bleiben!"









