Schneefront lähmt Deutschland
Mit starken Schneefällen hat Tief "Petra" deutschlandweit für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Bei mehreren Unfällen sterben mindestens vier Menschen. Der Flughafen Frankfurt musste stundenweise schließen. Und es schneit weiter.

Foto © APEin Mann in Sachsen kämpft mit den Schneemassen
Das Tief "Petra hat massive Schneefälle über Deutschland gebracht. Heftiger Wind türmte Schneeverwehungen auf. Vielerorts sollte am Freitag die Schule ausfallen, weil die Busbetriebe den Transport der Kinder nicht gewährleisten konnten.
Der größte deutsche Flughafen Frankfurt musste vorübergehend geschlossen werden, damit die Bahnen ungestört gestreut und vom Schnee geräumt werden konnten. Die Start- und Landebahnen wurden um 23.50 Uhr wieder freigegeben, viele Flüge fallen aber aus. Auch in Köln und Düsseldorf musste der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt werden.
Wegen der heftigen Schneefälle kam es am Donnerstagabend auch auf der Autobahn A3 bei Wiesbaden in Richtung Köln zu Staus sowie stockendem Verkehr auf mehreren Kilometern Länge. "Vor allem querstehende Lastwagen behinderten die Strecke", sagte ein Sprecher der Landesmeldestelle.
Die größten Behinderungen am Abend habe es bisher auf den Autobahnen rund um Wiesbaden gegeben, hieß es weiter. Nachdem sich mehrere Fahrzeuge auf der Bundesstraße 417 in Richtung Limburg quergestellt hatten, war die Strecke gesperrt worden. Hilfsorganisationen legten vielerorts Decken, Schlafsäcke und Lebensmittel bereits, um den steckengebliebenen Autofahrern helfen zu können.
Drei Tote bei Unfällen auf glatten Straßen
Bei zwei Autounfällen auf glatten Straßen in Niederbayern sind am Donnerstagabend drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei Männer wurden getötet, als sie einem Freund helfen wollten, der auf der Bundesstraße 20 von Straubing nach Landau mit seinem Wagen von der Fahrbahn gerutscht war. Als sie das Fahrzeug abschleppen wollten, wurden sie von einem anderen Fahrzeug erfasst und tödlich verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Freund erlitt einen schweren Schock. Die B20 wurde von Straubing nach Landau komplett gesperrt.
Bei einem zweiten Unfall kam ein 60-Jähriger ums Leben, als er im Landkreis Passau mit seinem Auto auf schneebedeckter Straße in einer Kurve von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Der Mann wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und starb noch am Unfallort.
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