Verdächtiger nach Bombenalarm in BH Horn in Haft

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Nach dem Bombenalarm an der Bezirkshauptmannschaft Horn am Mittwoch haben die Kriminalisten der Polizeiinspektion Horn die Befragung des Tatverdächtigen abgeschlossen. Der 76-Jährige - mittlerweile in die Justizanstalt Krems überstellt - werde wegen vorsätzlicher Gefährdung mit Sprengmitteln und versuchten Mordes angezeigt, hieß es.
Der Mann, der über keinen festen Wohnsitz verfügt, habe bis zu dessen Tod im Vorjahr bei einem Bruder in Wien gewohnt, dann fallweise in einer Baracke im Waldviertel. Manchmal nächtigte er auch in einem alten VW-Bus. Nach seinen Angaben sei ihm eine Pension aus der Schweiz nicht angewiesen worden, weshalb er bei mehreren Institutionen nachgefragt habe. Schließlich habe er angenommen, dass die Fürsorge in Horn das Geld "einstreife", was aber nicht stimme, so die Polizei. Vor einigen Tagen habe er während eines Spitalsaufenthalts aus Gasfeuerzeugen die Bombe gebastelt, um der Behörde einen Denkzettel zu verpassen.
In diesem Fall sei man zum Glück an einem Unglück vorbeigeschrammt, verwies Bezirkshauptmann Johannes Kranner darauf, dass die Bombe scharf war und nur wegen frühzeitig erloschener Lunte keinen Schaden anrichtete. Genau heute vor einem Jahr, am 16. Dezember 2009, war am Bezirksgericht Hollabrunn eine Angestellte durch einen Kopfschuss getötet worden.
Die seitens des Verdächtigen erhobenen Vorwürfe seien "absurd", so Kranner. Vielmehr habe der Sozialarbeiter dem Mann nur helfen wollen und ihn vorgestern sogar persönlich im Krankenhaus besucht, um eine Lösung dafür zu suchen, wo der 76-Jährige im Winter Unterkunft finden könnte. Den sehr gewissenhaften, erfahrenen Mitarbeiter treffe der Zorn eines Klienten heuer bereits zum zweiten Mal, erzählte Kranner von einer rund drei Monate zurückliegenden Attacke mit einem Stock, wobei die Brille des Mitarbeiters zerbrach.











