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Zuletzt aktualisiert: 08.12.2010 um 22:20 UhrKommentare

Private Raumkapsel absolvierte Testflug

Die private US-Raumkapsel "Dragon" hat am Mittwoch ihren ersten Testflug ins All erfolgreich überstanden. Nach dreieinhalb Stunden und zwei Erdumrundungen landete die Kapsel des Unternehmens "SpaceX" im Pazifik. Bei weiteren erfolgreichen Tests könnte die Kapsel künftig die im kommenden Jahr außer Dienst gehenden Space Shuttles für Flüge zur Raumstation ISS ersetzen.

"Dragon" schaffte etwas, was nie zuvor einem privat gebauten Raumgefährt gelungen ist: Die Kapsel löste sich im All erfolgreich von der Trägerrakete, umrundete die Erde in einer Umlaufbahn und landete danach sicher an einem Fallschirm im Meer.

Das Projekt des Herstellers SpaceX sollte Aufschluss darüber geben, ob private Unternehmen künftig in Ergänzung zu staatlichen Raumfahrtprogrammen beispielsweise Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation ISS unternehmen könnten. Die "Dragon"-Kapsel soll einmal bis zu sieben Mann Besatzung und mehrere Tonnen Ladung transportieren können. Nach der geplanten Ausmusterung der Space Shuttles im kommenden Jahr werden die USA zunächst über kein staatliches Programm zur bemannten Raumfahrt mehr verfügen.

Wegen der hohen Kosten will die US-Regierung in der Raumfahrt künftig auch auf private Anbieter setzen. Ende 2008 hatte die NASA mit SpaceX einen 1,6 Milliarden Dollar (1,212 Mrd. Euro) schweren Vertrag zur Entwicklung einer Raumkapsel abgeschlossen. Ein ähnlicher Vertrag mit der Firma Orbital Space Corporation hat ein Volumen von 1,9 Milliarden Dollar.

Die Projekte befinden sich aber noch in der Testphase. Als nächster Schritt der "Dragon"-Entwicklung steht eine fünftägige Mission ins All an, in deren Verlauf sich die Kapsel bis auf zehn Kilometer der Raumstation ISS nähern soll. Dem würde sich eine bemannte Mission mit Lastentransport zur ISS anschließen.

SpaceX peilt diese Missionen für 2011 an, rechnet aber nach eigenen Angaben mit der Möglichkeit von Rückschlägen. "Der Erfahrung lehrt, dass substanzielle Probleme auftreten werden", hatte SpaceX-Chefin Gwynne Shotwell am Montag erklärt. "Ich würde die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs auf 70 Prozent veranschlagen."

Quelle: APA

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