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Ein paar Stunden aus 1001 Nacht beim Life Ball "Ich habe öfters gelogen" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Ein paar Stunden aus 1001 Nacht beim Life Ball "Ich habe öfters gelogen"
Zuletzt aktualisiert: 30.11.2010 um 13:41 UhrKommentare

271 aufgetauchte Picasso-Werke dürften echt sein

Einen Tag, nachdem publik wurde, dass ein französisches Rentnerpaar 271 mutmaßliche Picasso-Werke 35 Jahre unerkannt in seiner Garage gehortet hatte, erhärten sich die Hinweise, dass es sich bei den Werken tatsächlich um Originale des spanischen Meisters handelt.

Eines der aufgetauchten Werke

Foto © APEines der aufgetauchten Werke

"Nach einer schnellen Begutachtung traf uns der Schock: Wir sahen uns der sehr ausgeprägten Handschrift des Malers gegenüber, die nur sehr schwer zu fälschen ist. Um diese Kunstwerke werden sich die größten Museen der Welt reißen", erklärte der Anwalt der Picasso-Erben, Jean-Jacques Neuer, der Zeitung "Le Figaro".

"Die zahlreichen aufgetauchten Kunstwerke sind von enormer Bedeutung, um das Jugendwerk (Picassos) zu erhellen", meint die Direktorin des Pariser Picasso-Museums, Anne Baldassari zu den Werken, die mutmaßlich aus den Schaffensjahren zwischen 1900 und 1932 stammen und etwa Szenen einer Kreuzigung oder eines Kampfes zwischen streitenden Hunden zeigen. Der in Medien genannte Schätzwert von 60 Mio. Euro sei wahrscheinlich zu gering: "Das ist ein Minimum angesichts der internationalen Attraktivität von Picasso-Werken."

Klagen wegen Hehlerei

Der einst auch für Picasso tätige Elektriker Pierre Le Guennec (71) behauptet, die Collagen, Zeichnungen, Lithographien und Gouachen seien ihm vom spanischen Jahrhundertkünstler geschenkt worden, weshalb er heuer auf die Erben mit dem Wunsch nach Echtheitsnachweis zukam. Diese Version halten Experten allerdings für unwahrscheinlich, weshalb die Erben laut "Liberation" schon im September Klage wegen Hehlerei eingereicht haben und nicht wegen Kunstdiebstahls, der bereits verjährt wäre. Der Vorwurf, ihr Mann habe die Werke gestohlen, empört indes Daniele Le Guennec. Dem "Parisien" erklärte sie: "Man konnte das Haus von Monsieur Picasso nicht einfach so verlassen, da gab es Picassos Sekretär, ein Hausmeisterehepaar und eine Gouvernante. Wir haben uns wirklich nichts vorzuwerfen."

Quelle: APA

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