Indischer Kopilot löst dramatischen Sturzflug aus
Weil der Kopilot eines indischen Flugzeugs mit 113 Passagieren versehentlich an den Steuerknüppel kam, ist ein Flugzeug 2.000 Meter in die Tiefe gestürzt. Dies geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht der indischen Luftfahrtbehörde hervor. Erst in letzter Sekunde konnte der Flugkapitän ein Unglück verhindern. Der Kopilot hatte nur seinen Sitz zurechtrücken wollen.
Der Kopilot sei bei dem Sturzflug derart in Panik geraten, dass er "weder das Flugzeug unter Kontrolle bringen, noch die Cockpit-Tür öffnen oder den Anruf der Kabinenbesatzung beantworten" konnte, heißt es in dem Bericht über den Vorfall, der sich bereits im Mai abspielte. Der Kapitän musste mit Hilfe eines Notfallcodes die Cockpit-Tür öffnen und konnte schließlich dem 25-Jährigen den Steuerknüppel entreißen - und damit alle Insassen an Bord der Boeing 737 vor dem Tod retten.
Das Beinahe-Unglück ereignete sich während einer Toilettenpause des 39-jährigen Kapitäns. Sein Kopilot habe "aus Versehen" den Steuerknüppel bedient, hieß es in dem Bericht. Er habe angegeben, bei dem anschließenden Sturzflug vor lauter Schreck wie gelähmt gewesen zu sein und nicht mehr gewusst zu haben, was in einer solchen Situation zu tun sei. Im Passagierraum brach angesichts des Sturzflugs Panik aus. Verletzt wurde jedoch niemand.
Das Flugzeug der Gesellschaft Air India Express befand sich in 37.000 Fuß Flughöhe auf dem Weg von Dubai nach Pune im indischen Bundesstaat Maharashtra, als sich der Vorfall am 26. Mai ereignete. Erst vier Tage zuvor war am Flughafen der indischen Hafenstadt Mangalore eine Maschine der Air India wegen eines eingeschlafenen Piloten abgestürzt. Dabei kamen 158 Menschen ums Leben.










