Thunfisch: Alarmstufe Rot, aber Fangquote bleibt gleich
Zehn Tage lang wurde verhandelt, das Ergebnis ist gleich Null: Die Fangquote für den Roten Thunfisch im Ostatlantik bleibt im kommenden Jahr nahezu unverändert.

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Die Fangquote für Roten Thunfisch im Ostatlantik bleibt nahezu unverändert. Zum Abschluss einer zehntägigen Konferenz in Paris beschloss die Mehrheit der 48 Mitgliedstaaten der Internationalen Schutzkommission für den Thunfisch im Atlantik (ICCAT) am Samstag, die Begrenzung von 13.500 Tonnen in diesem Jahr lediglich auf 12.900 Tonnen im kommenden Jahr zu senken.
Heftige Kritik von Tierschützern
Sue Lieberman von der US-Umweltorganisation Pew Environment Group kritisierte den Beschluss. "Dem Roten Thunfisch wurde erneut der Schutz verweigert, den er dringend benötigt", sagte sie. Der Rote Thun, auch Blauflossen-Thunfisch genannt, gilt als gefährdet.
Im Juni hatte die EU-Kommission die diesjährige Fangsaison für Roten Thunfisch im Mittelmeer und im Ostatlantik aus Sorge um die Bestände vorzeitig beendet. Im März war bei einer Konferenz der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutz CITES ein Vorschlag Monacos abgelehnt worden, den internationalen Handel mit Rotem Thunfisch zu verbieten. Hauptabnehmer ist Japan, wo 80 Prozent des im Ostatlantik und im Mittelmeer gefangenen des Roten Thuns verbraucht werden.
Die Europäische Union hatte sich nach langem Ringen auf eine gemeinsame Position geeinigt, wonach die Fangquote beibehalten oder allenthalben leicht reduziert werden sollte. Die Pariser Einigung sieht zudem eine leichte Umverteilung des Fangquoten-Anteils unter den betroffenen Ländern vor, insbesondere unter Algerien, Libyen, der Türkei und Ägypten. Die EU-Staaten, von denen vor allem Frankreich, Spanien und Italien betroffen sind, behalten ihren Anteil von 56 Prozent an der Fangquote.
Mehr Schutz für Haie
Der Fang und das Festhalten von Weißspitzen-Hochseehaien im Atlantik soll nach dem Willen der Kommission künftig untersagt sein. Auch mehrere Arten des Hammerhais und des Kurzflossen-Makos sollen demnach besser geschützt werden.
Nach einem Beschluss der ICCAT müssten Fischer im Atlantikraum künftig eine Spezialausrüstung bei sich tragen, mit der sie Meeresschildkröten von Angelhaken befreien könnten, teilte die Umweltschutzorganisation Oceana mit. Die ICATT kümmert sich um den Schutz des Thunfischs und anderer Meerestiere, die von Fischern im Atlantik- und Mittelmeerraum aus dem Wasser gezogen werden.











