Rückschlag für Rettungsarbeiten an der Unglücksmine
Die Rettungsarbeiten an der Unglücksmine in Neuseeland haben einen Rückschlag erlitten. Ein Spezialroboter, der zur Erkundung unter Tage eingesetzt wurde, fiel am Dienstag aus, wie die Behörden mitteilten.

Foto © APNach einem Unglück in einer neuseeländischen Mine sind noch immer etliche Berleute verschüttet
Nachdem Unglück in einer Kohlemine in Neuseeland stocken die Rettungsarbeiten. Wegen der nach wie vor hohen Methangas-Konzentration konnten die Bergungsteams weiter nicht in das Kohlebergwerk. Die Hoffnung schwand, die in der Pike River Mine auf der Südinsel eingeschlossenen 29 Kumpel lebend bergen zu können. Die Bergleute werden seit einer schweren Explosion am Freitag in der Anlage nahe der Stadt Greymouth vermisst.
Der mit Kameras ausgerüstete Spezialroboter sei in den Stollen gefahren und nach etwa 550 Metern ausgefallen, sagte der Bürgermeister von Greymouth, Tony Kokshoorn. Offenbar sei durch Wasser ein Kurzschluss ausgelöst worden. Die vermissten Bergleute werden demnach zwei Kilometer tiefer in dem Tunnel vermutet. Polizeichef Gary Knowles bestätigte, dass der Einsatz gescheitert sei. Helfer würden zwei neue Roboter zur Mine bringen.
Hoffen auf Videobilder
Die Hoffnungen ruhten nun auf einem 15 Zentimeter breiten Schacht, der seit Sonntag gebohrt wurde. Über den Schacht soll eine Videokamera heruntergelassen werden, um die Lage in rund 200 Metern Tiefe erkunden zu können. Außerdem wollen die Rettungskräfte Luftproben nehmen, um die Gaskonzentration genauer zu bestimmen. Nach Behördenangaben stehen 65 Helfer bereit, die wegen der Gefahr weiterer Explosionen noch nicht in das Bergwerk vordringen konnten.










