Hochwasseralarm in Italien

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Seit mehreren Tagen andauernde heftige Niederschläge haben in mehrere Regionen Italiens zu Hochwasseralarm geführt. Nördlich von Rom droht der Tiber über die Ufer zu treten. An einigen Stellen ist laut Zivilschutz Wasser bereits über die Ufermauern getreten. In Venedig herrscht "acqua alta", Bewohner und Touristen waren in Gummistiefeln unterwegs.
Stürme und Regenfronten ließen in der Lagunenstadt den Pegel am Montag auf 122 Zentimeter über Normal ansteigen. Die Überschwemmungen in Venedig kamen durch starke Gezeitenunterschiede, einen kräftigen Südwind und heftigen Regen zustande. Norditalien leidet schon seit Tagen unter starken Niederschlägen.
In der süditalienischen Region Kalabrien wurde die Stadt Lamezia Terme von heftigem Hagel heimgesucht. Straßen und Keller wurden überschwemmt, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Schlimm traf es auch Neapel, die seit Wochen schwelende Müllkrise spitzte sich in den vergangenen Tagen durch die heftigen Unwetter zu: 3.000 Tonnen Müll türmen sich auf den Straßen der Stadt, im gesamten Ballungsraum sind es 8.000. Berge von durchnässtem Unrat lagern auf Gehsteigen und vor Eingängen zu Geschäften. Möwen kreisen über den Straßen, der Gestank sei unerträglich, klagen die Bewohner.
In dieser chaotischen Situation besuchte eine Delegation von EU-Inspektoren, geführt von der Leiterin der Generaldirektion für Umweltfragen, Pia Buccella, am Montag die Stadt. Die Experten wollen feststellen, ob eine reale Epidemiegefahr besteht.
EU-Kommissar Janez Potocnik hatte der Regierung Berlusconi gedroht, EU-Fördergelder zu streichen, sollte der Müll nicht von den Straßen im Großraum Neapel entfernt werden. Das Entsorgungsproblem in der Region sorgt seit Jahren für Streit zwischen Brüssel und Rom.











