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Zuletzt aktualisiert: 22.11.2010 um 09:34 UhrKommentare

Gesundheitswesen laut WHO oft ineffizient

Foto © APA

Milliarden Menschen würden von einem besseren Gesundheitswesen profitieren. Doch selbst wenn die Mittel dafür vorhanden sind, werden sie oft ineffizient eingesetzt. Das ist die Grundaussage, des am Montag von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichten Weltgesundheitsberichts 2010 zum Thema "Finanzierung der Gesundheitssysteme - Der Weg zu universeller Absicherung".

WHO-Generalsekretärin Chan in einem Aufruf: "In einer Zeit, in der Geld knapp ist, lautet mein Rat an die Länder: Bevor Sie Möglichkeiten zur Kürzung der Gesundheitsausgaben erwägen, suchen Sie zunächst nach Ansätzen zur Verbesserung der Effizienz. (...) Dieser Bericht kommt zu der Einschätzung, dass gegenwärtig 20 bis 40 Prozent aller Gesundheitsausgaben durch Ineffizienz verloren gehen (...)."

Das Gesundheitswesen - so der Report - ist eine der hauptsächlichen Säulen jedes Staatswesens: "Gesundheitsförderung und -sicherung sind wesentliche Voraussetzungen für menschliche Wohlfahrt und nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung." Daraus folgt, dass Gesundheitsversorgung kein Almosen, sondern ein Anrecht jedes Bürgers ist: "Der UNO-Resolution 58.33 der Weltgesundheitsversammlung 2005 zufolge soll jeder Mensch Zugang zu Gesundheitsleistungen haben und dabei keiner finanziellen Härte ausgesetzt sein. In beiden Punkten ist die Welt noch weit von universeller sozialer Absicherung im Krankheitsfall entfernt."

Die WHO führt drei Punkte an, die gesichert sein müssten: Die Verfügbarkeit von Ressourcen, um unmittelbaren Zugang zu Gesundheitsleistungen zu gewährleisten, den Wegfall von großer Abhängigkeit von Direktzahlungen im Moment der Inanspruchnahme von gesundheitsbezogenen Leistungen und Vermeidung von Mittelvergeudung.

Dazu müsste die Mittelaufbringung für das Gesundheitswesen verbessert werden. Eine Möglichkeit wären Abgaben für Finanztransaktionen, was Schwellenländern bereits helfen könne. Auch die Erhöhung der Steuern auf Tabakwaren und Alkohol wäre denkbar.

Quelle: APA

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