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Zuletzt aktualisiert: 19.11.2010 um 10:53 UhrKommentare

Explosion in Mine: Bergleute verschüttet

Nach einer Explosion in einem Kohlebergwerk in Neuseeland wurden bis zu 30 Bergleute verschüttet. Es gibt mehrere Überlebende. Die Explosion ereignete sich in der Pike-River-Mine an der Westküste der neuseeländischen Südinsel.

Eingang der Pike-River-Mine in Neuseeland

Foto © APEingang der Pike-River-Mine in Neuseeland

Im Westen Neuseelands werden nach der Explosion in einem Kohlebergwerk bis zu 30 Bergleute vermisst. Rettungsmannschaften wurden laut Polizei zum Unglücksort in der Nähe der Stadt Atarau geschickt. Bürgermeister Tony Kokshoorn sagte dem neuseeländischen Rundfunk, man wisse nicht, in welcher Tiefe sich die Explosion ereignet habe. Sicher sei nur, dass es sich um eine große Explosion gehandelt habe.

"Mit ein bisschen Glück ist alles in Ordnung, aber zwischen 25 und 30 Kumpel werden vermisst", sagte Kokshoorn. Die Vermissten könnten in bis zu 1.500 Metern Tiefe festsitzen, erklärte die Polizei. Die Ursache der Explosion war unklar.

Die Geschäftsführung des Bergwerks Pike River Coal teilte mit, dass sich während der Explosion bis zu 35 Arbeiter unter Tage befunden hätten. Zwei Bergleute seien nach oben gekommen. Einer habe berichtet, eine Explosion unter Tage gespürt zu haben. Er sei mit seinem Kumpel zur Oberfläche zurückgekehrt. Mehr Informationen lägen zu diesem Zeitpunkt nicht vor.

Laut Ministeriumsangaben ereignete sich die Explosion um 15.45 Uhr (Ortszeit), um 16.15 Uhr gab es den letzten Kontakt mit den Vermissten. Derzeit würden Rettungsschächte gebohrt, ob die Vermissten aber Zugang zu diesen hätten, sei unklar. Ein Notdienst schickte zwei Hubschrauber und zehn Krankenwagen zum Unglücksort.

Die Mine reicht bis 2,3 Kilometer tief. Das dort abgebaute Gestein kommt in den Export und dient der Stahlproduktion. Die dazugehörige Kohleaufbereitungsanlage ist nach Unternehmensangaben die größte und modernste in Neuseeland. Dort werden bis zu 1,5 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr verarbeitet.

Nicht weit vom Bergwerk entfernt ereignete sich im Jahr 1967 eines der schlimmsten Minenunglücke Neuseelands. Damals kamen 19 Kumpel bei einer Explosion unter Tage ums Leben.


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