"Österreich ist nicht das optimale Ziel für Al Kaida"
Für Terrorexperte Rolf Tophoven steckt hinter den Warnungen jetzt eine konkrete Gefahr.

Foto © APARolf Tophoven
Herr Tophoven, wie real ist die Terrorgefahr in Deutschland nach den neuesten Warnungen tatsächlich?
ROLF TOPHOVEN: Die Warnungen basieren auf konkreten Ermittlungsansätzen. Innenminister Thomas de Maizière hat das nicht aus der hohlen Hand heraus gesagt. Es gibt jetzt also eine konkrete Gefahr.
Könnte es denn nach den Warnungen durch den deutschen Innenminister zu einer Hysterie in Deutschland kommen?
TOPHOVEN: Das sehe ich zurzeit nicht. Was passieren kann, wenn es tatsächlich zu einem Anschlag kommt, ist hypothetisch. Die deutschen Sicherheitsbehörden sind jedenfalls gut vorbereitet, wenn es um den Katastrophenschutz geht.
Wie gefährdet sind weitere europäische Länder durch Anschläge - wie groß ist insbesondere die Gefahr für einen Anschlag in Österreich?
TOPHOVEN: Kleinere Länder sind nicht so gefährdet wie etwa Deutschland aufgrund seiner Militärpräsenz in Afghanistan. Österreich stellt wegen seines neutralen Status nicht das optimale Ziel für Al Kaida dar.
INTERVIEW: BERND HOPS
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Zur Person
Rolf Tophoven (geb. 1937) hat sich seit den 70er-Jahren einen Namen als Terrorismusexperte in Deutschland und Europa gemacht. Die RAF-Häftlinge hatten sein Buch "Fedayin" in ihrer Stammheimer Bücherei.
Der Leiter des 2003 gegründeten Instituts für Terrorismusforschung & Sicherheitspolitik (IFTUS) in Essen hat mehrere Schriften zum Nahost-Konflikt, zur GSG 9 und zum militanten Islamismus veröffentlicht.











