Trafik-Kunden sollen EU-Gesetz etwas husten
Einheitsschachteln, Automaten- und Auslageverbot: Die Anti-Raucher-Pläne der EU bedrohen die heimischen Trafikanten. Am Montag fängt ihre Protestaktion an.

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"Plain Packaging" und "Display Ban" - auf Englisch klingt das nicht so schlimm. Doch was sich dahinter verbirgt, treibt die Trafikanten in den kollektiven Widerstand. Gemeint ist nicht weniger, als dass alle Zigarettenschachteln ein einheitliches, überaus bescheidenes Design erhalten und aus dem Blickfeld verschwinden müssen, unter die "Budl", hinter einen Vorhang. Sogar ein totales Zigarettenautomat-Verbot wird diskutiert.
Wer hat's erfunden? Die EU natürlich! Das Dokument der Generaldirektion Gesundheit und Risikobewertung liegt derzeit zur Begutachtung im Internet auf (http://tinyurl.com/24plabx).
Jetzt fordern Österreichs Trafikanten ihre (nicht schmuggelnden) Konsumenten auf, "Einheitspackungen, Präsentationsverbot und Einheitsgeschmack bei Zigaretten" mit einem donnernden "NEIN! Jetzt reicht es!" in die Schranken zu weisen.
Tobaccoland-Pressesprecher Walter Sattlberger begründet: "Erstens gibt es keine Studie, die belegt, dass diese EU-Schritte zum Erfolg führen. Zweitens werden Zigarettenschmugglern, -fälschern und der organisierten Kriminalität Tür und Tor geöffnet. Und was passiert - drittens - mit den Markenrechten, in deren Pflege viel Geld gesteckt wurde?"
Trafikanten-Sprecher Peter Trinkl weist auf Flugblätter hin, die ab Montag in allen Trafiken ausliegen und Gelegenheit bieten, sich "gegen den unverschämten Eingriff in die Konsumentenfreiheit zu wehren. Welches Verbot überlegen sich die EU-Bürokraten als nächstes?" Sattlberger hat eine Ahnung: "Im Raum steht, dass man Trafiken erst ab 18 betreten darf."











