Häftling aus Paraguay landet am Samstag in Wien
Paraguay lieferte am Freitag den Gefängnisausbrecher aus Klagenfurt an Österreich aus. Zwei Jahre lang war er auf der Flucht gewesen. Was weiß er über das Verschwinden einer jungen Frau?

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In Asuncion, der Hauptstadt Paraguays, sorgte gestern die Auslieferung des Österreichers für großes Aufsehen: Um 14.25 Uhr Ortszeit stieg der 40-jährige Klagenfurter, der in Südamerika wegen eines Drogendeliktes hinter Gittern saß, mit zwei österreichischen Polizisten im Blitzlichtgewitter ins Flugzeug nach Buenos Aires (Flugnummer AR 1261). Von dort ging es wenige Stunden später weiter nach Wien. Die Ankunft ist für heute Vormittag geplant.
Das Bundeskriminalamt, das noch vor zwei Tagen einen Bericht der Kleinen Zeitung über die bevorstehende Auslieferung dementiert hat, bestätigte diese gestern offiziell.
Die Heimkehr des 40-Jährigen ist für die Kärntner Polizei von größtem Interesse: Was weiß der Klagenfurter über das mysteriöse Verschwinden der Prostituierten Michaela Grabner im Feber 2006? Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass die junge Frau ermordet worden ist. Wird er auspacken?
Der 40-Jährige ist 2008 mit dem Villacher Sandro H. - dem damaligen Freund und Zuhälter von Michaela Grabner - aus einem steirischen Gefängnis geflohen und in Paraguay untergetaucht. Er war unter anderem wegen Fälschung von Führerscheinen verurteilt worden.
Selbst auf der Flucht wurden beide wieder kriminell. Der als gewalttätig geltende Villacher Sandro H. sitzt seit Juli sogar wegen des Verdachtes des Doppelmordes im Staatsgefängnis ein. Eigentlich wollten die österreichischen Polizisten in Asuncion auch Sandro H. einen Besuch abstatten und ihn zum Verschwinden von Michaela Grabner befragen. Doch für ein solches Verhör gab es keine Genehmigung.











