Altlastensanierung dauert wesentlich länger
Wegen der Budgetprobleme ist die Altlastensanierung in Österreich nicht, wie geplant, bis zum Jahr 2050 abgeschlossen, sondern wird noch mehr als 100 Jahre dauern. Wie der "Standard" erfuhr, handelt es sich um 1.950, teilweise seit Jahrzehnten aufgelassene Industrieflächen und um Deponien, in deren Boden für Mensch und Umwelt giftige Substanzen lauern.
Nach Berechnung von Grünen-Umweltsprecherin Christiane Brunner steht für die Sanierung solcher schlummernden Giftlager schon deshalb immer weniger Geld zur Verfügung, weil immer weniger Abfälle deponiert werden. Der entfallende Altlastensanierungsbeitrag sinke daher. Nach den Budgetplänen sollen nun von rund 40 Millionen Euro jährlich bis zu 18,4 Millionen ins allgemeine Budget fließen. Die Kosten für die Entschärfung aller Altlasten werden auf fünf bis sechs Milliarden Euro geschätzt, schreibt der "Standard". Das Umweltministerium bestätigt auf Anfrage der Zeitung die vorgesehenen Kürzungen, man wolle mit weniger Geld das Sanierungsziel erreichen.










