Ungewöhnliche Sturmfront zog über USA hinweg
Eine gewaltige Unwetterfront hat am Dienstag vom Mittleren Westen bis in den Süden der USA Verwüstungen angerichtet. Mindestens 160.0000 Menschen waren ohne Strom, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete.

Foto © APUnwetter im Mittleren Westen der USA
Eine heftige Sturmfront mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde ist am Dienstag über den Mittleren Westen und Süden der USA hinweggefegt. In einigen Gebieten fiel Schnee, in anderen entwickelten sich Tornados. Auf dem O'Hare-Flughafen von Chicago fielen etwa 500 Flüge aus, viele Maschinen hatten Verspätung. Stromleitungen rissen, Bäume wurden entwurzelt und Dächer abgedeckt.
Nach Angaben von Meteorologen handelte es sich um ein ungewöhnlich großes Sturmtief. Der niedrige Luftdruck habe dem eines Hurrikans der Kategorie 3 entsprochen, allerdings habe der Sturm nicht die zerstörerische Kraft eines derartigen Hurrikans entwickelt.
Mehrere Tornados
In mehreren Staaten sorgten Tornados für Chaos und Schäden. In North Carolina wurden nach Behördenangaben elf Menschen verletzt und mehrere Häuser zerstört. In Tennessee löste ein mutmaßlicher Tornado einen Verkehrsunfall aus, was zur Schließung einer Schnellstraße führte.
Im US-Staat Wisconsin riss eine Windhose einen Teil des Daches einer Traktorenfabrik mit sich. Die 49-jährige Mitarbeiterin Sheryl Uthemann hatte zu diesem Zeitpunkt Frühdienst. "Du hattest keine Zeit zum Denken", sagte sie. "Ich blickte nach oben, wo das Geräusch herkam, und sah, wie Teile des Daches aufgesaugt wurden. Ich hatte noch nie so viel Angst", sagte Uthemann.
Die massive Sturmfront sorgte in manchen Gebieten für einen Vorgeschmack auf den Winter. In North Dakota, South Dakota und Minnesota fiel am frühen Mittwoch Schnee. In North Dakota gaben die Behörden eine Blizzard-Warnung heraus. In manchen Gebieten des Staats wurden bis zu 25 Zentimeter Schnee erwartet.











