200 Kinder in argentinischer Provinz verhungert
In einer argentinischen Provinz sind seit Jänner mehr als 200 Kinder wegen Mangelernährung gestorben.

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Das sagte der Gouverneur von Misiones, Maurice Closs, am Montag dem Fernsehsender TN. Die Region im Nordosten von Argentinien leide unter einer "strukturellen Armut", fügte Closs hinzu. Die Provinz ist bekannt für die Iguazu-Wasserfälle an der Grenze zu Brasilien.
Erst kürzlich hatte der Tod eines 15 Monate alten Babys in Misiones für Schlagzeilen gesorgt, das auch das Programm "Null Hunger" der Regierung nicht hatte retten können. Laut Closs konnte die Kindersterblichkeit in der Provinz von 33 pro 1.000 Kindern in den 90er Jahren auf eine Rate von heute 12,3 gesenkt werden.
Für das ganze Land beträgt die Kindersterblichkeit durchschnittlich 13,8 pro tausend Kinder. Rund zwölf Prozent der Kinder in Argentinien sind nach offiziellen Angaben vom vergangenen Jahr unterernährt. Besonders groß ist das Problem im Norden und Nordosten des Landes. Argentinien ist der drittgrößte Exporteur von Soja und Weizen und einer der größten Produzenten von Rindfleisch.










