Praterunfall offenbar durch Missverständnis ausgelöst
Ein Missverständnis dürfte den folgenschweren Unfall im Wiener Prater ausgelöst haben: Ein Angestellter hatte angenommen, dass die Lackierarbeiten bereits eingestellt waren und hatte die Achterbahn in Betrieb genommen.

Foto © APADiese Gondel kollidierte mit einem Kran
Wegen eines Missverständnisses wurde am Donnerstag im Wiener Prater eine Achterbahn in Betrieb genommen, obwohl noch daran gearbeitet wurde. Waggon krachte daraufhin gegen die Hebebühne, wodurch eine Insassin und ein Arbeiter verletzt wurden. Letzterer schwebte heute, Freitag, noch immer in Lebensgefahr.
Der 20-jährige Mazedonier war gegen 17.45 Uhr auf einer Hebebühne in etwa acht Metern Höhe noch mit Lackierarbeiten beschäftigt, während einige seiner Kollegen bereits die Anlage verlassen hatten. Der Angestellte nahm daraufhin an, dass die Arbeiten beendet waren und er die Hochschaubahn "Volare" in Betrieb nehmen konnte. Persönlich dürfte er sich aber offensichtlich nicht davon überzeugt haben.
Crash mit Kran
Einer der Waggons, die unten an den Schienen hängen und in denen die Passagiere am Bauch liegen, krachte daraufhin in den Kran, der Arbeiter stürzte in die Tiefe. Er zog sich u.a. schwerste Kopfverletzungen zu und musste mit dem ÖAMTC-Rettungshubschrauber Christophorus 9 ins SMZ-Ost geflogen werden, wo die Ärzte am Freitag noch um sein Leben kämpften.
Eine der beiden Passagierinnen, eine 18-jährige Slowenin, zog sich multiple Prellungen sowie ebenfalls Kopfverletzungen zu. Der Zustand der Touristin, sie wurde mit dem Helikopter ins Hanusch-Krankenhaus geflogen, war aber nicht lebensgefährlich. Ihre gleichaltrige Freundin kam mit dem Schrecken davon.
Ein Zeuge, der sich in der Umgebung aufhielt, schilderte der APA den dramatischen Vorfall: Er hatte einen lauten Knall gehört und war zu der Hochschaubahn gelaufen. Dort bemerkte er den Waggon mit zwei jungen Frauen. Eine hing leblos in dem Wagen, die andere schrie: "Warum kommt niemand? Warum kommt niemand?" Der Zeuge beruhigte die Frau und sagte, dass gleich jemand kommen werde.










