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Zuletzt aktualisiert: 20.10.2010 um 20:03 UhrKommentare

Pikante Foto-Affäre um Polizisten

Beamter schoss von Polizei-Reinigungsfrau erotische Fotos. Beziehung zerbrach, als er von ihr angeblich perverse Handlungen vor der Kamera verlangte. Nun ist das Gericht am Zug.

Foto © Kleine Zeitung/Marija Kanizaj (Symbolbild)

Pikante Affäre um einen Polizisten aus dem Bezirk Spittal: Der 30-jährige Hobby-Fotograf soll eine Reinigungsfrau, mit der er einen "Modellvertrag" abgeschlossen hatte, zu abartigen Handlungen vor der Kamera gezwungen haben, andernfalls würde er kompromittierende Fotos von ihr ins Internet stellen. Die 27-Jährige erstattete daraufhin Anzeige wegen sexueller Nötigung. Es steht Aussage gegen Aussage.

2008 haben sich der Polizist und die hübsche Reinigungsfrau - beide sind ledig - in der Polizeiinspektion kennengelernt. Der Polizist, der gerne fotografiert, schloss mit ihr einen "Modellvertrag", der unter anderem die Nutzung der Fotos regelt. "Er machte in seiner privaten Wohnung von ihr erotische Fotos", bestätigt Rainer Dionisio, Pressesprecher des Landespolizeikommandos. Über SMS mit pikanten Inhalten hielten die Beiden ständig Kontakt. Die SMS waren beiderseitig gewollt. Zudem sah man sich auch in der Polizeiinspektion.

Aussage gegen Aussage

Vor Kurzem zerbrach die Beziehung. Der Polizist schrieb der Reinigungskraft eine sehr pikante SMS. Er sagt, er wollte sie damit abschrecken, damit sie endlich eine Ruhe gibt. Die Beziehung sei ihm zu viel geworden. Sie sieht es anders: Er habe von ihr abartige Sachen verlangt und gedroht, falls sie diese nicht machen wolle, Fotos von ihr zu veröffentlichen.

Einen Tag, nachdem die 27-Jährige Anzeige wegen Nötigung erstattet hatte, wurde der Polizist vom Dienst suspendiert. Dreieinhalb Wochen später, am 6. Oktober, wurde diese aber wieder aufgehoben. "Der Sachverhalt wurde erhoben und es lagen keine ausreichenden Gründe mehr für eine Suspendierung vor", sagt Dionisio. "Wer Täter und wer Opfer ist, ist nicht ganz klar."

Der pikante Fall liegt bei der Staatsanwaltschaft. Die wird jetzt klären, ob überhaupt eine strafbare Handlung vorliegt. Und ob es überhaupt ein Opfer gibt.

CLAUDIA BEER-ODEBRECHT

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Antenne Rauchegger: "Täter-Opfer-Rolle unklar"

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