Verschuldete "Notarzt" den Tod einer Patientin?
38-jähriger deutscher Möchtegern-Arzt ist geständig. Ein Patient ist tot, eine Frau liegt im Koma.

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Für eine Ausbildung zum Sanitäter sei er zu "bequem" gewesen, deshalb habe er sich einfach als Notarzt ausgegeben, um bei Rettungseinsätzen mitzufahren.
Das erklärte der 38-jährige Schauspieler aus Deutschland, der in Wien ein Monat lang als Notarzt für den Samariterbund und auch einen Tag für das Krankenhaus Melk im Einsatz war, am Freitag bei einer ersten Einvernahme. Er zeige sich grundsätzlich geständig, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Deutsche befindet sich seit einigen Tagen wegen des Verdachts der Kurpfuscherei und des gewerbsmäßigen schweren Betrugs in Untersuchungshaft.
Inzwischen könnte der Fall um eine dramatische Facette reicher sein. Die Polizei analysierte Einsatzfahrten, bei denen der Möchtegern-Arzt dabei gewesen sein soll - laut Kurier sind es 58, laut Anklagebehörte plus, minus zehn Fahrten. Bei einer Fahrt starb ein Patient, nach einer anderen liegt eine Frau im Koma. Bei ihr besteht der Verdacht, dass Herzrhythmusstörungen während des Transports vom falschen Mediziner nicht behandelt wurden.
"Alle lebend eingeliefert"
Zu den Vorwürfen sagte gestern eine Sprecherin des Samariterbundes: "Die Dame war bewusstlos und wurde reanimiert". Ihr Zustand sei besser gewesen, als sie den Ärzten eines Spitals übergeben worden sei. Man könne auch nicht bestätigen, dass ein Mann beim Transport gestorben sei. "Wir haben alle Menschen lebend in die Krankenhäuser eingeliefert".
Die Wiener Ärztekammer bestätigt inzwischen, dass der Mann an dem Notarztkurs teilnahm. Die Prüfung am Ende des Kurses bestand er erst im zweiten Anlauf. Das Zertifikat bescheinige den Kursabschluss, bringe keine Berufsberechtigung als Notarzt. Den Kurs absolvieren in der Regel Mediziner, die noch in Ausbildung sind.











