Mister Ferrari gibt wieder Gas – mit weißer Weste
Heribert Kasper, Ferrari-Vertreter und Charity-Veranstalter, ist nach bösen Anschuldigungen rehabilitiert. Nun holt er zum Gegenschlag aus.

Foto © Kleine Zeitung DigitalKasper stellte sich am Mittwoch der Presse
Heribert Kasper alias "Mister Ferrari" hat "die ärgsten Monate meiner bisherigen Laufbahn" durchlebt. Im Februar ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachtes des Betruges und der Veruntreuung. Ein früheres Vorstandsmitglied des wohltätigen Vereines "PS Exklusiv" hatte Anzeige erstattet, wonach rund 25.000 Euro fehlen würden. "Diese Anschuldigung ist vollkommen haltlos", bestätigt Peter Malek, Finanzchef des Vereines. Das Verfahren wurde Mitte September endgültig eingestellt, berichtete Anwalt Klaus Ainedter.
Gekränkte Eitelkeit
Kasper und seine zweite Anwältin, Karin Prutsch, holen nun zum Gegenschlag gegen die Anzeiger aus. Am Mittwoch wurde Anzeige wegen des Verdachtes der Verleumdung eingebracht. Sie richtet sich konkret gegen ein Unternehmerehepaar. Die Frau ?war uns von Herrn Kasper als vermeintliche 'Powerfrau' aufs Auge gedrückt worden. Sie wurde Schriftführerin im Vorstand. Ich hatte gleich ein ungutes Gefühl", meinte Malek. Ende des Vorjahres kam es zu großen Differenzen und die Frau wurde – "einstimmig", so Malek – abberufen. Daraufhin erhob das Ehepaar die Vorwürfe gegen Kasper. Ainedter vermutet gekränkte Eitelkeit als Motiv. "Die Staatsanwaltschaft Wien hat das Verfahren schon am 30. Juli eingestellt, doch das Ehepaar machte einen Einspruch", berichtete der Anwalt. "Das war ein Schuss ins Knie."
Denn nun wehrt man sich nicht nur mit der Verleumdungsanzeige. Prutsch kündigte weiters eine Privatanklage wegen übler Nachrede und eine Zivilrechtsklage an, um den finanziellen Schaden in fünfstelliger Höhe auszugleichen. "Sponsoren sind aufgrund des Verdachtes gegen mich abgesprungen. Menschen gingen auf Distanz. Das ist der Preis, den man zahlen muss, wenn man in der Öffentlichkeit steht", sagt Kasper.











