Prozessauftakt gegen deutschen Serienvergewaltiger
Mit der Verlesung der Anklageschrift hat am Montag vor dem Düsseldorfer Landgericht der Prozess gegen einen jahrelang gesuchten Serienvergewaltiger begonnen. Der 46-jährige Familienvater aus Altenahr in der Eifel hatte im Ermittlungsverfahren gegenüber der Polizei gestanden, in den vergangenen 20 Jahren rund 1.000 Sexualdelikte begangen zu haben.
Um den Prozess gegen den gelernten Schlosser nicht unnötig in die Länge zu ziehen, hat die Staatsanwaltschaft ihn wegen insgesamt neun vollendeten oder versuchten Vergewaltigungen in Düsseldorf, Köln, Bonn, Aachen und Krefeld angeklagt. Gegenüber der Polizei hat der Mann ein 590 Seiten langes Geständnis abgelegt.
Als Opfer hatte sich der zweifache Familienvater vor allem hochintelligente Frauen wie Ärztinnen, Psychologinnen oder Studentinnen ausgesucht. Es habe ihm besondere Befriedigung verschafft, ihnen überlegen zu sein und sie zu beherrschen, sagte Staatsanwalt Eberhard Harings. Neben den Vergewaltigungen hatte der Mann Hunderte Sexualdelikte mit Hilfe der sogenannten Mitleidsmasche begangen. Er hatte dabei nach eigenen Angaben an den Haustüren von Frauen geläutet und sich ihnen als Behinderter ohne Arme vorgestellt. Anschließend hatte er sie gebeten, ihm beim Urinieren zu helfen. Dabei soll es zu sexuellen Handlungen gekommen sein.
Für das Verfahren hat das Landgericht Düsseldorf drei Verhandlungstage angesetzt. Dem Angeklagten drohen bis zu 15 Jahre Haft und Sicherungsverwahrung. Das Urteil soll am 25. Oktober verkündet werden.











