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Zuletzt aktualisiert: 26.09.2010 um 20:42 UhrKommentare

13 Tote nach schwerem Busunglück

Auf der Heimreise von Spanien befand sich ein polnischer Reisebus, als dieser auf einer Autobahn südlich von Berlin gegen einen Brückenpfeiler raste. Dreizehn Menschen starben, weitere 30 wurden verletzt.

Foto © APA

Bei einem schweren Unfall in Deutschland mit einem Reisebus aus Polen sind am Sonntag nahe Berlin 13 Menschen ums Leben gekommen. Der mit 49 Insassen besetzte Reisebus prallte laut Polizei am Vormittag am Schönefelder Kreuz südlich von Berlin gegen einen Brückenpfeiler, nachdem eine Autofahrerin die Kontrolle über ihren Wagen verloren und den Bus gerammt hatte. Der polnische Premier Donald Tusk traf am Abend in Berlin ein.

Nach Angaben der Polizei waren alle 49 Businsassen, unter ihnen zwei zwölf und 13 Jahre alte Kinder, polnische Staatsbürger. Keiner der Insassen überstand den Unfall unversehrt. Zwölf Insassen starben unmittelbar bei dem Unfall, ein weiterer Mann erlag am Nachmittag seinen schweren Verletzungen. 18 weitere Businsassen erlitten schwere Verletzungen, 20 Insassen waren leicht verletzt. Sie wurden in umliegenden Krankenhäusern behandelt. Etwa 250 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Laut Polizei verlor die 37-jährige Fahrerin eines Mercedes bei der Auffahrt zur A10 die Kontrolle über ihren Wagen und kollidierte mit dem Bus, der daraufhin von der Fahrbahn abkam. Die Fahrerin überlebte den Unfall, erlitt aber nach Polizeiangaben schwerste Verletzungen. Sie war nach dem Zusammenstoß mit dem Bus eine Böschung heruntergestürzt und in einem Graben unter der Autobahnbrücke zum Stehen gekommen. Ein männlicher Beifahrer wurde verletzt, ein weiterer Insasse des Mercedes überlebte den Unfall als einziger unverletzt.

Nach Angaben des polnischen Außenministeriums kamen die Reisenden aus Zlocieniec im Nordwesten Polens. Polnischen Medienberichten zufolge hatten sie an einer Spanienreise teilgenommen. Die Angehörigen sollten noch am Sonntag in zwei Bussen an die Unglücksstelle fahren. Zur Unfallursache gab es zunächst keine Angaben. Dass Regen oder Wasser auf der Fahrbahn eine Rolle gespielt haben könnten, wollte ein Polizeisprecher nicht ausschließen.

Ministerpräsident Tusk traf nach Angaben der polnischen Botschaft am Abend zusammen mit seiner Gesundheitsministerin Ewa Kopacz in Berlin ein. Tusk besuchte die Verletzten im Krankenhaus, wie eine Mitarbeiterin der Botschaft sagte. Später wollte er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Botschaft treffen.

Merkel äußerte sich bestürzt. In einem Telefonat mit Tusk habe sie ihm versichert, "dass deutsche Ärzte und Behörden alles tun werden, um das Leben der Verletzten zu retten", hieß es in einer Erklärung. Bundespräsident Christian Wulff schickte ein Beileidstelegramm an den polnischen Staatschef Bronislaw Komorowski. Die Nachricht des Busunglücks habe Wulff mit "Trauer und Bestürzung" erfüllt, hieß es darin.


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