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Zuletzt aktualisiert: 26.09.2010 um 22:14 UhrKommentare

13 Tote nach schwerem Busunglück in Deutschland

Foto © APA

Bei einem schweren Unfall mit einem Reisebus aus Polen sind am Sonntag in Deutschland 13 Menschen ums Leben gekommen. Der mit 49 Insassen besetzte Reisebus prallte laut Polizei am Vormittag südlich von Berlin gegen einen Brückenpfeiler, nachdem eine Autofahrerin die Kontrolle über ihren Wagen verloren und den Bus gerammt hatte.

Nach Angaben der Polizei waren alle Businsassen, unter ihnen zwei zwölf und 13 Jahre alte Kinder, polnische Staatsbürger. Keiner der Insassen überstand den Unfall unversehrt. Zwölf Insassen starben unmittelbar bei dem Unfall, ein Mann erlag am Nachmittag seinen schweren Verletzungen. 18 weitere Businsassen erlitten schwere Verletzungen, 20 Insassen waren leicht verletzt. Sie wurden in umliegenden Krankenhäusern behandelt. Etwa 250 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Laut Polizei verlor die 37-jährige Fahrerin bei der Auffahrt zur A10 die Kontrolle über ihren Wagen und kollidierte mit dem Bus, der daraufhin von der Fahrbahn abkam. Die Fahrerin überlebte den Unfall, erlitt aber nach Polizeiangaben schwerste Verletzungen. Sie war nach dem Zusammenstoß mit dem Bus eine Böschung heruntergestürzt und in einem Graben unter der Autobahnbrücke zum Stehen gekommen. Ein männlicher Beifahrer wurde verletzt, ein weiterer Insasse des Mercedes überlebte den Unfall als einziger unverletzt.

Nach Angaben des polnischen Außenministeriums kamen die Reisenden aus dem Nordwesten Polens. Polnischen Medienberichten zufolge hatten sie an einer Spanienreise teilgenommen. Zur Unfallursache gab es zunächst keine Angaben. Dass Regen oder Wasser auf der Fahrbahn eine Rolle gespielt haben könnten, wollte ein Polizeisprecher nicht ausschließen.

Ministerpräsident Tusk traf am Abend in Berlin ein und besuchte die Verletzten im Krankenhaus. Außerdem bedankte er sich bei den Rettungskräften für die schnelle Hilfe bei der Bergung der Opfer. Die deutsche Kanzlerin Merkel drückte den Familien der Opfern und der Verletzten ihr Mitgefühl aus.

Quelle: APA

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