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Zuletzt aktualisiert: 18.09.2010 um 21:03 Uhr

Horrorunfall im Regen

Die Todesserie auf Kärntens Autobahnen reißt nicht ab. Samstagfrüh starb ein Diplom-Ingenieur aus Villach auf der Pack. Er rammte mit seinem Pkw im Regen ein unbeleuchtetes Unfallwrack.

Foto © API

Schock, Trauer, Fassungslosigkeit. Angehörige und Freunde können nicht glauben, dass ein 31-jähriger Forschungsingenieur aus Villach-Landskron auf der Südautobahn im Packabschnitt starb. Es war am Samstag gegen 5.30 Uhr: stockdunkel, heftiger Regen. Der 31-Jährige, er arbeitete für einen großen Autozulieferer in Bleiburg, steuerte seinen Audi durch den Kalcherkogeltunnel von Graz kommend in Richtung Wolfsberg. Vor ihm ein Lkw mit litauischem Kennzeichen. Auf Höhe der Raststation "Oldtimer" überholte der Villacher den Sattelzug und reihte sich wieder auf dem rechten Fahrstreifen ein. Was weder Lkw-Fahrer (44) noch Pkw-Lenker sehen konnten: Schräg am ersten Fahrstreifen stand das unbeleuchtete, beschädigte Auto eines 36-jährigen Poliers aus Rumänien. Der Lenker war damit bei Aquaplaning gegen die rechte Leitschiene gekracht.

Jede Hilfe zu spät

Der Rumäne und zwei Mitfahrer (27 und 47 Jahre) saßen noch im Unfallfahrzeug, als es der 31-Jährige rammte. Der Audi blieb quer zu beiden Fahrstreifen stehen. Der Lenker des Sattelzuges konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, rammte den Pkw des Forschungsingenieurs, drückte diesen gegen die Mittelleitschiene und prallte noch einmal gegen das Heck des Wracks. Der Villacher wurde in den Trümmern seines Fahrzeuges eingeklemmt und musste von Männern der Freiwilligen Feuerwehr Bad St. Leonhard (Einsatzleiter Markus Lappas) aus dem Wrack geschnitten werden. Für ihn kam trotz raschen Notarzteinsatzes jede Hilfe zu spät. Es dauerte Stunden, bis Beamte der Autobahnpolizei Wolfsberg, unterstützt von einem von der Staatsanwaltschaft eingeschalteten Gutachter, den Unfallhergang rekonstruieren konnten. Die drei Rumänen überlebten den Horrorunfall mit Verletzungen unbestimmten Grades. Die Autobahn Richtung Italien war bis 10.30 Uhr gesperrt.

Zweiter Toter

Wie berichtet, starb am Freitagvormittag der bekannte Feldkirchner Ex-Spitzenleichtathlet und verdiente Sportfunktionär Herbert Gratzer (61) auf der Südautobahn bei Arnoldstein unter tragischen Umständen. Ein Lkw hatte die Mittelleitschiene durchbrochen und war gegen das Auto Gratzers geprallt.


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