Suchtgiftkriminalität 2009 eklatant gewachsen
Die Zahl der Anzeigen im Bereich der Drogenkriminalität hat sich im Jahr 2009 "dramatisch erhöht", sagte Innenministerin Fekter bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Wien.

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22.729 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz bedeuten eine Steigerung um 13,4 Prozent im Vergleich zu 2008. Anzeigen wegen Verbrechenstatbeständen (z. B. Handel mit Suchtgift) haben um sechs Prozent zugenommen, die der Vergehen (Konsum, Besitz) um rund 17 Prozent. Der Schwarzmarktwert der 2009 sichergestellten illegalen Substanzen beläuft sich auf rund 39 Millionen Euro.
Trotz gestiegener Anzeigen sieht die Ministerin kein größeres Drogenproblem: "Wir haben im Suchtmittelbereich den Fahndungsdruck erhöht", der Erfolg würde sich in der Statistik niederschlagen. Neben nationalen Maßnahmen hob Maria Fekter (ÖVP) die internationalen Strategien zur Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität hervor. "Den Dealer auf der Straße schnappen, löst das Problem nicht, das ist zu eng gegriffen", meinte sie.
Als erfolgreichste Maßnahme erwähnte Fekter das Projekt "Drug Policing Balkan", das die Bekämpfung des international organisierten Drogenhandels entlang der Balkanstaaten zum Ziel hat. Die Balkan-Route gelte nach wie vor als die dominante Schmuggelroute aus dem asiatischen Raum nach Westeuropa (140 Tonnen Heroin werden so jährlich in den Westen geschleust). Gemeinsam mit den Ländern dort betreibt man ein enges Kontaktnetzwerk und setze gemeinsame Schwerpunktaktionen.










