Drogen: U-Haft für Ex-Kicker
Heroin, Kokain und Cannabis im Wert von mindestens 320.000 Euro soll ein ehemaliger kroatischer Fußballspieler nach Kärnten geschleust haben. Sein Komplize ist ein 26-jähriger gebürtiger Kroate, der bei einem Klagenfurter Verein unter Vertrag sein soll.

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Ich hatte noch nie in meinem Leben mit Drogen zu tun. Ich weiß nicht, warum ich hier bin." So hadert ein Ex-Fußballer seit wenigen Tagen in der Justizanstalt Klagenfurt mit seinem Schicksal. In der Vorwoche klickten für den 44-jährigen gebürtigen Kroaten bei einer Verkehrskontrolle im Stadtteil Waidmannsdorf die Handschellen. Monatelang hatten Fahnder des Kriminalreferates beim Bezirkspolizeikommando Klagenfurt-Land unter der Leitung von Chefinspektor Alfred Fina gegen ein Drogennetzwerk ermittelt, welches rund 140 Kunden mit Heroin im Reinheitswert von über 20 Prozent beliefert haben soll.
Als "Spitze der Pyramide", wie es Chefinspektor Fina ausdrückt, soll der Ex-Kicker seit August des Vorjahres insgesamt 3,5 Kilogramm Heroin und 30 Gramm Kokain aus Süd-Osteuropa nach Kärnten geschmuggelt haben. Im Netzwerk verwoben sind, so die Ermittlungsergebnisse, ein Ex-Fußballprofi (25) aus Kroatien, der mit seiner Lebensgefährtin selbst schwer drogenabhängig sein soll, sowie ein 26-jähriger Kärntner, der sogar auf Einbruchstour ging, um zum Stillen der eigenen Sucht anderen Subdealern Heroin gestohlen haben soll. Beschlagnahmt wurden beim 25-jährigen Ex-Profi 101 Gramm Heroin. Derzeit prüft die Staatsanwaltschaft alle Einvernahmeergebnisse.
Auch werden Zusammenhänge zu einer 18-jährigen Klagenfurterin - sie starb, wie berichtet, erst vor wenigen Tagen an den Folgen von Rauschgiftmissbrauch - und deren ebenfalls süchtigen 20-jährigen Freund geprüft.










