Wieder Bürgermeister in Nordmexiko ermordet
Im Norden Mexikos ist am Mittwoch erneut ein Bürgermeister ermordet worden. Wie die Regierung des Teilstaates San Luis Potosí weiter mitteilte, drangen Unbekannte am helllichten Tag in den Amtssitz des Stadtoberhauptes von El Naranjo ein. Ohne ein Wort zu sagen, hätten sie im Beisein anderer Besucher Bürgermeister Alexander Lopez erschossen.
Der 35-jährige Politiker gehörte der oppositionellen Partei der Institutionellen Revolution (PRI) an und war im Oktober vergangenen Jahres gewählt worden. Die Täter entkamen. Über die Hintergründe der Tat gab es zunächst keine weiteren Informationen. In weniger als einem Monat sind damit bereits drei Bürgermeister in Mexiko ermordet worden. Am 18. August wurde das Oberhaupt der Stadt Santiago im Teilstaat Nuevo Leon tot aufgefunden. Er war zwei Tage zuvor entführt worden. Und am 29. August wurde der Bürgermeister von Hidalgo im Staat Tamaulipas Opfer einer tödlichen Attacke.
Seit dem Amtsantritt von Präsident Calderon im Dezember 2006 sind im mexikanischen Drogenkrieg über 28.000 Menschen getötet worden, hauptsächlich Mitglieder der verschiedenen Kartelle und Banden, aber auch Politiker, Staatsanwälte, Richter, Journalisten und Unbeteiligte, wie Migranten aus Mittel- und Südamerika.










