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Zuletzt aktualisiert: 05.09.2010 um 15:57 UhrKommentare

Weniger Staus durch Unfälle

Deutlich weniger Staus durch Unfälle verzeichnete der ÖAMTC im heurigen Sommer. Dafür gab es mehr Baustellen-Staus.

Foto © Reuters

Eine Auswertung der Ursachen für Staus im Sommerreiseverkehr in Österreich durch den ÖAMTC weist für 2010 einen deutlichen Rückgang bei durch Unfälle verursachte Verkehrsbehinderungen aus. "Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir einen Rückgang um 15 Prozent", erklärte Helmut Beigl von der Informationszentrale der Organisation in einer Aussendung am Sonntag.

525 Verzögerungen

Allerdings: Auch in dieser Reisesaison seien fast 39 Prozent aller Staus an den zehn Samstagen und Sonntagen von Ferienbeginn bis -ende in Ost-Österreich nach Kollisionen entstanden. Insgesamt wurden in dem Zeitraum 525 Verzögerungen auf den Hauptreiserouten mit einer Mindestlänge von 1,5 Kilometern erfasst, was einer Steigerung zu 2009 um 1,74 Prozent entspricht. "Aufgrund der zahlreichen Baustellen ist die Gesamtzahl konstant geblieben", bilanzierte Beigl.

Auch bei den Rekordstaus gab es kaum Veränderungen zum Vorjahr: 2010 wurden die längsten Staus am Samstag nach Schulschluss in Bayern mit jeweils 35 km Länge vor dem Tauern Tunnel gemessen. Die A10 (Tauern Autobahn) glich nicht nur an diesem Wochenende, sondern während der gesamten Ferienzeit eher einem Parkplatz, als einer Autobahn. Dazu der Experte: "Im Vergleich zum Sommer 2009 verzeichneten wir heuer eine noch deutlichere Konzentration der Staus auf die Tauern-Strecke." So wurden laut ÖAMTC-Auswertung knapp 18 Prozent aller Blechschlangen auf der A10 registriert, 2009 waren es 13 Prozent. 2009 belegte die West Autobahn (A1) Platz zwei in der Rangliste, 2010 war die Fernpass Straße (B179) die Urlauberstrecke mit der zweithöchsten Stau-Dichte, knapp gefolgt von der Süd Autobahn (A2).

Urlauber besser verteilt

Die Analysen der ÖAMTC-Informationszentrale zeigen einen weiteren interessanten Aspekt: Die Urlauberströme verteilten sich stärker als im Vorjahr über den gesamten Ferienzeitraum. "2009 wurden die längsten Staus mit mehr als zehn Kilometern Länge an sechs Wochenenden zwischen 11. Juli und 16. August gemeldet, 2010 waren die Staus gleichmäßig über die zehn Wochenenden verteilt. Das dokumentiert eine zunehmende Verlagerung der Urlaubsfahrten an Randzeiten der Ferien", erläuterte Beigl und fasste zusammen: "Die Zahlen der Staustatistik 2010 belegen nicht nur einen weiterhin sehr starken Trend zum Urlaub mit dem Auto, sondern auch eine höhere Flexibilität bei der Wahl des Datums für Urlaubsbeginn und -ende."


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