Schulbeginn: Ärztekammer will mehr Sportunterricht

Foto © APA
Anlässlich des Schulbeginns plädiert der österreichische und Wiener Ärztekammer-Präsident Dorner für mehr Sport sowie Gesundheitsunterricht an den Schulen. Außerdem sollen die Schulärzte regelmäßige Sprechstunden und fixe Zimmer in den Lehranstalten bekommen sowie die Schulbuffets schwerpunktmäßig statt mit Wurstsemmeln und Mannerschnitten mit Gemüse, Obst und Vollkornprodukten bestückt werden.
Für Dorner sind ein fächerübergreifender Gesundheitsunterricht im Ausmaß von mindestens einer Wochenstunde von der Volksschule bis zur Matura sowie die Aufwertung des Sportunterrichts "unabdingbar, um die Gesundheit der Jugend zu fördern und um chronischen Erkrankungen vorzubeugen". Alle Schulen sollten neben vier Sportstunden pro Woche verbindlich zusätzliche sportliche Aktivitäten in Form von Freifächern wie Basketball, Handball oder Schwimmen anbieten.
Derzeit sieht die Lage in punkto Sportunterricht vor allem an den höheren Schulen schlecht aus. In einer Berufsbildenden Höheren Schule seien beispielsweise lediglich ein bis zwei Stunden Sport pro Woche vorgesehen, in der Volksschule in den letzten beiden Schulstufen ebenfalls nur zwei Stunden. Für Dorner ist das "ein Skandal." Ungesunde Ernährung in Kombination mit zu wenig Bewegung sei der Hauptgrund, dass rund ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen in Österreich zu dick bzw. stark übergewichtig sei. "Dadurch steigt auch das Risiko, vorzeitig an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken", so Dorner.











