Schulärzte geben den Kindern schlechte Noten
Unsere Schüler sind süchtig - nach Handys und Videospielen. Eine Umfrage unter Schulärzten stellt den heimischen Schülern kein gutes Zeugnis aus.

Foto © APASchlechte Noten bekommen Schüler von den heimischen Schulärzten
Schon vor Schulbeginn gibt es für die heimischen Schüler schlechte Noten. Diesmal nicht von den Lehrern, sondern von den Schulärzten, die im Auftrag der Zeitschrift "Gesundheit" über den Zustand ihrer jungen Patienten befragt worden sind. 306 der 1200 angeschriebenen Mediziner haben den Fragebogen ausgefüllt zurückgeschickt.
Demnach ist nur bei vier Prozent der österreichischen Schüler der Gesamtgesundheitszustand sehr gut. Immerhin 48 Prozent schaffen ein "Gut", bei 35 Prozent ist der Zustand befriedigend, bei zwölf Prozent genügend. Ergibt einen durchwachsenen Notenschnitt von 2,7.
Das größte Laster der Schüler ist laut den Schulärzten das Handy. Bei 39 Prozent der Mädchen sehen die Mediziner dabei sogar hohes Suchtpotenzial, bei den Burschen sind es 32 Prozent. Suchtgefahr besteht auch durch Videospiele - bei 20,6 Prozent der Buben und bei 13 Prozent der Mädchen. Der Schritt zum Alkohol ist nicht mehr weit, hier sehen die Schulärzte 6,25 Prozent der Buben und fünf Prozent der Mädchen sehr hoch gefährdet. Rund sieben Prozent der Schüler droht eine frühe Raucherkarriere.
Mobbing und Gewalt durch Mitschüler scheinen in den Bildungsstätten um sich zu greifen. In mehr als 70 Prozent der Schulen sind laut Einschätzung der Schulärzte bis zu einem Fünftel ihrer Schüler davon betroffen. In 21 Prozent der Schulen leiden schon 20 bis 40 Prozent der Schüler unter diesem Problem.
Ein hoher Anteil der Schülerinnen und Schüler hat laut dem Urteil der Mediziner auch Probleme mit dem Ernährungsverhalten. Bei den Mädchen sind es an rund einem Drittel der Schulen elf bis 20 Prozent, an 27 Prozent der Schulen gar 21 bis 30 Prozent. Bei den Burschen konstatierten die Schulärzte an 42 Prozent der Schulen einen Anteil mit Ernährungsproblemen von bis zu zehn Prozent, an 27 Prozent der Schulen von elf bis 20 Prozent.











