Todesrate in Russland drastisch gestiegen

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Die russische Regierung hat erstmals eingeräumt, dass die Rekord-Hitzewelle im Juli die Zahl der Todesfälle im Land drastisch ansteigen ließ. Die Sterberate in der Hauptstadt Moskau sei im Vergleich zum Vorjahresmonat um 50,7 Prozent gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit.
Auch die besonders von Hitze sowie Wald- und Torfbränden betroffenen 14 Regionen im Westen und im Zentrum des Landes verzeichneten demnach einen deutlichen Anstieg der Todesraten, allen voran Nischni-Nowgorod mit 20,2 Prozent. In Wladimir stieg die Todesrate den Angaben zufolge um 18,4 Prozent, in der Gegend um Moskau und Tula um 17,3 Prozent. In ganz Russland nahmen die Todesfälle im Schnitt um 8,6 Prozent zu.
Bisher hatte die russische Regierung entsprechende Angaben nicht bestätigt. Diverse Medien hatten über die tödlichen Folgen der Hitzewelle und überfüllte Krankenhäuser und Leichenhallen berichtet. Die Temperaturen stiegen teilweise auf über 38 Grad. "Der Anstieg der Sterblichkeit im Juli 2010 könnte von fehlenden adäquaten Maßnahmen im Gesundheitssystem angesichts extremer Bedingungen zeugen", räumte das Gesundheitsministerium nun ein.
Für den August hat das Gesundheitsministerium noch keine Daten veröffentlicht. Allerdings könnten die Zahlen ähnlich hoch liegen, da Moskau infolge der tagelangen Torfmoorbrände im Umland neben der starken Hitze auch gesundheitsschädigenden Rauchschwaden ausgesetzt war.










