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Zuletzt aktualisiert: 30.08.2010 um 05:37 UhrKommentare

ÖAMTC-Test: Sicherheitsmankos auf Lkw-Rastplätzen

Foto © APA

Der ÖAMTC und seine Partnerclubs haben 50 Lkw-Rastplätze auf Autobahnen in 16 europäischen Ländern nach ihren Service- und Sicherheitskriterien bewertet und ein erschreckendes Ergebnis erzielt: Über ein Viertel sind ohne Sicherheitsstandards. Auch die beiden getesteten österreichischen Rastplätze präsentierten sich bei der Sicherheit mehr als schlecht.

Beim Service zeigten sich Suben West (A8 Innkreis Autobahn) und Engerwitzdorf (A7 Mühlkreis Autobahn) zwar besser, doch liegen sie hier auch nur im hinteren Mittelfeld. "Sicherheit ist vielerorts ein Fremdwort. Bei mehr als einem Viertel der 50 getesteten Anlagen konnte dieses Kriterium nicht bewertet werden, weil nicht einmal einfachste Sicherheitsstandards geboten waren", kritisierte ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy Matzke. Zu den gravierendsten Mängeln zählen: fehlende Kontrollen bei Ein- und Ausfahrt, keine Zäune und Absperrungen, keine Kameraüberwachung sowie keine Beleuchtung bei Nacht. Dieser Umstand erleichtert es Kriminellen, einen Lkw auszurauben, so Matzke.

So wurden in den Jahren von 2000 bis 2005, einem Report der International Road Union und des International Transport Forums zufolge, bereits 17 Prozent aller Lkw-Fahrer Ziel einer Attacke. 42 Prozent davon ereigneten sich auf Lkw-Rastplätzen, wobei Frachtdiebstahl zu den besonders wachsenden Delikten zählt, zitierte Matzke.

Der ÖAMTC-Studie nach könne man sich ein Beispiel an den Testsiegern Großbritannien und Italien nehmen. Einzig dem Ashford International Truckstop nahe Dover im Südosten Großbritanniens und der Autoparco Brescia Est am italienischen Gardasee gelang es die volle Punktezahl sowohl bei dem Kriterium Sicherheit als auch Service zu erlangen. Matzke: "Sicherheitspersonal, Tore an den Ein- und Ausfahrten, Kameraüberwachung, Notrufsysteme, aber auch saubere Sanitäranlagen, ein Restaurant und Lkw-spezifische Angebote - so sehen mustergültige Parkplätze aus, auf denen Lkw-Fahrer sicher und erholsam ihre Ruhezeiten verbringen können. Und nur ausgeruhte Fahrer sind sichere Fahrer."

Quelle: APA

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