Mutter ringt nach Kuh-Attacke mit dem Tod
Vor den Augen ihrer vierjährigen Zwillinge wurde die Landwirtin aus Bach von Kälber führenden Kühen angefallen. Der Hund war dabei der Auslöser gewesen.

Foto © AP
Das ist so tragisch. Wir hoffen alle, dass es gut ausgeht", sagt Hans Fugger, Bürgermeister von Glödnitz. "Es gibt eben Dinge, die kann man nicht lenken." Derzeit befindet sich die 47-jährige Bäuerin und dreifache Mutter noch in Lebensgefahr. Der behandelnde Oberarzt Ernst Trampitsch von der Intensivmedizin im Klinikum Klagenfurt ist aber, wie er sagt, "vorsichtig optimistisch".
Die Landwirtin war am Donnerstag um 19.45 Uhr vor den Augen ihrer vierjährigen Zwillinge - einem Mädchen und einem Buben - auf der Weide ihres Anwesens in Bach von zwei Kühen angefallen worden. Laut Polizei hatte der schwarze, mittelgroße Haushund der Familie die Attacke ausgelöst. Die Kühe, die mit ihren Kälbern weideten, wurden vom Hund in Unruhe versetzt. In der Folge wollten sie ihren Nachwuchs verteidigen. Sie gingen nicht nur auf die Mutter, sondern auch auf die beiden Kinder und den Hund los. Durch die Schreie der Kinder wurde ihr 19-jähriger Bruder, der sich im naheliegenden Wohnhaus befand, aufmerksam. Ihm gelang es, die tobenden Kühe mit einem Stock zu vertreiben. Gemeinsam mit einem Gast - die Familie bietet Urlaub am Bauernhof an - leistete er erste Hilfe und verständigte die Rettung. Die Jungbäuerin wurde mit dem Rettungshubschrauber C 11 ins Klinikum gebracht. Ihre Tochter wurde mit leichten Verletzungen ins ELKI Klagenfurt gebracht. Der Sohn war unverletzt geblieben. Der Hund erlitt Verletzungen im Augenbereich.
Die Mutter liegt derzeit auf der Intensivstation, ihr Ehemann durfte sie gestern besuchen. "Die Frau ist noch nicht über den Berg. Wir müssen erst das Wochenende abwarten", sagt Oberarzt Ernst Trampitsch. Sie hatte ein Thoraxtrauma, Rippenfrakturen und einen Leberriss erlitten.













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