Gestohlenes Gemälde bleibt verschwunden
Van Goghs "Mohnblumen" sind ein begehrtes Diebsgut: Bereits zum zweiten Mal wurde das Bild aus einem Museum in Kairo gestohlen.

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Es geschah am helllichten Tage im Mahmoud-Khalil-Museum von Kairo: Während der Öffnungszeit, meldete der ägyptische Rundfunk, sei es Kunsträubern gelungen, die weltberühmten "Mohnblumen" des niederländischen Malers Vincent van Gogh aus dem Rahmen zu schneiden und damit zu verschwinden.
Das Gemälde aus dem Jahre 1887 soll einen Wert von fast 40 Millionen Euro haben und wurde bereits 1978 aus demselben Museum gestohlen. Zehn Jahre später wurde es dann in Kuwait gefunden und restauriert.
Die ägyptischen Behörden reagierten auf den spektakulären Kunstraub in panischer Manier: Nach dem Motto "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf" verkündete Ägyptens Kulturminister Faruk Hosni wenige Stunden nach dem Raub die Festnahme der Diebe auf dem Flughafen von Kairo und die Sicherstellung des wertvollen Gemäldes.
Falschinformation
Bei den Dieben handle es sich um zwei Italiener. Kurz darauf musste Hosni dann zugeben, dass er einer Falschinformation aufgesessen war. Die "Mohnblumen" seien tatsächlich verschwunden. Bei den vermeintlichen Dieben handelte es sich um ein italienisches Ehepaar, das sich "auffällig benommen" habe, als es in dem Museum auf die Toilette gegangen war. Sie gehörten zu einer Gruppe von zehn ausländischen Touristen, die am Samstagvormittag das Mahmoud-Khalil-Museum besucht hatten. Mehr Besucher gab es an diesem Tag nicht. Da Kairo mit den Pyramiden, der islamischen Altstadt, dem koptischen Viertel und dem Ägyptischen Museum viele berühmte Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, zieht das kleine Kunstmuseum nicht unbedingt Horden von Kunstsinnigen an.
Das von der Familie des Kunstsammlers Mohammed Mahmoud Khalil gestiftete Museum im Herzen von Kairo beherbergt neben van Gogh auch Werke von Claude Monet, Henri de Toulouse-Lautrec, Paul Gauguin und Auguste Rodin.
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