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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2010 um 15:17 UhrKommentare

Freispruch für Kärntner Ex-ARBÖ-Präsident Schober

Foto © APA

Mit einem Freispruch ist am Freitag der Prozess gegen den ehemaligen Kärntner ARBÖ-Präsidenten Wolfgang Schober am Landesgericht Klagenfurt zu Ende gegangen. Schober musste sich wegen grob fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen und schweren Betrugs verantworten. Dem Prozess waren Streitereien mit der Bundesorganisation vorausgegangen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Begonnen hatte der "Rosenkrieg" im Jahr 2006, als der damalige Kärntner ARBÖ-Präsident Rudolf Schober aus der Bundesorganisation ausgeschlossen wurde. Höhepunkt der Streitigkeiten war, als im Sommer 2008 der Kärntner ARBÖ unter der Leitung von Wolfgang Schober - Rudolf Schober war inzwischen zurückgetreten - Konkurs anmelden musste. Die Kärntner Organisation warf dem Bundes-ARBÖ vor, Mittel zurückzuhalten und den Autofahrerclub somit in die Insolvenz zu treiben.

Im Gegenzug wurde dem Kärntner Präsidenten vorgeworfen, bereits gelieferte Waren nicht bezahlt und dubiose Provisionen angenommen zu haben. Er wies alle Anschuldigungen von sich. In Arnoldstein wurde ein Fahrsicherheitszentrum geplant, die Bundesorganisation genehmigte die Mittel nicht. Schober setzte die Planungen allerdings fort.

Nach dem Konkurs übernahm die Bundesorganisation die Liegenschaften und Immobilien um 2,9 Mio. Euro und führte die Organisation weiter. Heuer gipfelten die Streitigkeiten in einem Prozess. Bei der ersten Verhandlung im März dehnte Staatsanwalt Franz Simmerstatter die Anklage auf schweren Betrug aus. Der Ex-ARBÖ-Präsident habe im Jahr 2008 bezüglich seiner Zahlungsfähigkeit und -willigkeit getäuscht, damit ihm Darlehen gewährt werden. So sei ein Schaden von rund 25.000 Euro entstanden, erklärte Simmerstatter. Richter Gerhard Pöllinger musste vertagen, weil die Anhörung weiterer Zeugen notwendig wurde.

Quelle: APA

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