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Zuletzt aktualisiert: 13.08.2010 um 18:25 UhrKommentare

Helfer nach Gewitter im Dauereinsatz

Gewitter zog Spur der Verwüstung: Brände nach Blitzschlägen, Überflutungen, umgestürzte Bäume und Aquaplaning-Unfälle hielten Einsatzkräfte auf Trab. Heute wird es wieder freundlicher.

Feuerwehrmänner entfernten gestern Vormittag einen umgestürzten Baum von der Loiblpass-Straße

Foto © KK/FF UnterbergenFeuerwehrmänner entfernten gestern Vormittag einen umgestürzten Baum von der Loiblpass-Straße

Weltuntergangs-Stimmung gestern früh in Kärnten: Plötzlich wurde es stockdunkel, es blitzte und donnerte im Sekundentakt und es regnete so stark, dass Autos auf überfluteten Fahrbahnen sogar stehen bleiben mussten. Schuld war laut Landesalarm- und Warnzentrale eine massive Gewitterfront, die sich in rasantem Tempo - nämlich in nur 30 Minuten - von Lienz über Mittel- bis nach Unterkärnten bewegt hatte. Kurz, aber heftig: So mussten die Feuerwehren nach Blitzschlägen mehrere kleinere Brände löschen. Im Ortszentrum von Maria Wörth und in Aich in Völkermarkt wurden Bäume in Brand gesetzt. Auch in Oberkreuth in der Gemeinde Ebenthal wurde Brandalarm gegeben: Ein Blitz hatte in ein landwirtschaftliches Nebengebäude eingeschlagen. Durch den Starkregen konnte sich das Feuer zum Glück nicht ausbreiten. Die Besitzerin des Gebäudes musste während des Einsatzes ins Krankenhaus gebracht werden. Beinahe gleichzeitig kam es in einem unbewohnten Zimmer einer Asylwerberunterkunft in Klagenfurt zu einem Brand. Vermutlich durch indirekten Blitzschlag bzw. Kurzschluss nach Wassereintritt durch ein geöffnetes Fenster, fing ein Fernseher Feuer. Das Gerät brannte völlig ab.

Aber auch Überflutungen hielten die Feuerwehrmänner auf Trab: In Bodensdorf stand ein Bahngleis unter Wasser. Und eine Gemeindestraße war derart überschwemmt, dass ein Hotel durch Sandsäcke gesichert werden musste. Auch in Wolfsberg, im Rosental und im Klagenfurter Stadtgebiet kam es zu Überflutungen. Viele Keller mussten ausgepumpt werden. Betroffen war auch der Kindergarten Harbach. Überall in Kärnten sorgten umgestürzte Bäume für Verkehrsbehinderungen. Wegen des Aquaplanings kam es immer wieder zu Unfällen, bei denen auch Menschen verletzt wurden. Nach den Gewittern am späten Nachmittag kam es zu keinen vermehrten Feuerwehr-Einsätzen.

Die gute Nachricht: Die Wetterlage entspannt sich. Laut dem Wetterdienst "Meteo Experts" wird es jetzt von Tag zu Tag freundlicher. Sogar die Sonne lässt sich wieder öfters blicken.

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