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Zuletzt aktualisiert: 12.08.2010 um 14:08 UhrKommentare

Sommerlicher Streit um die Lebensmittelsicherheit

Nach Listerien-Käse und Eier-Skandal ist in Österreich ein Streit um die Lebensmittelsicherheit ausgebrochen. Die FPÖ fordert mehr Kontrollen, für den Gesundheitsminister ist hingegen alles in Ordnung.

Foto © APA

Nach Listerien-Käse und Eier-Skandal ist in Österreich ein Streit um die Lebensmittelsicherheit ausgebrochen. Die FPÖ sieht ein Versagen der heimischen Lebensmittelpolitik und fordert mehr Kontrollen und eine unabhängige Prüforganisation. Gesundheitsminister Alois Stöger und die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) betonen hingegen Österreichs hohe Qualitätsstandards.

Die FPÖ findet, dass die Österreicher durch "die lasche Politik unseres Landes zu Allesfressern degradiert" werden. So soll die vom Listerien-Käse betroffene steirische Firma laut FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein nicht nur Quargel, sondern auch Milchpulver erzeugt haben. Die Produktion sei vor einer nach dem Käseskandal durchführten Anlassprüfung am 19. Februar 2010 zuletzt im Juli 2006 überprüft worden. "Es gab also vier Jahre keine Kontrollen", sagte Belakowitsch-Jenewein.

Die AGES ist davon überzeugt, dass die Lebensmittel in Österreich heute "so sicher sind wie nie zuvor". Von über 30.000 Proben, die 2009 im Zuge der amtlichen Kontrolle untersucht wurden, mussten lediglich 0,7 Prozent als gesundheitsschädlich beurteilt werden, berichtete die Agentur. FPÖ-Konsumentenschutzsprecher Gerhard Deimek sind das als "Missqualitätskriterien". Für ihn dürfen nicht einmal 0,7 Prozent gesundheitsschädliche Lebensmittel in den Handel kommen. "Dafür habe ich ja ein Prüfsystem."

Neben der Erhöhung der Anzahl von Lebensmittelproben forderte die FPÖ eine schnellere und verständlichere Warnung vonseiten des Gesundheitsministeriums bei Rückruf von gesundheitsschädlichem Essen. Österreich soll sich bei der Prüfung von Lebensmitteln durch unabhängige Organisation ein Beispiel an Deutschland nehmen. Wie Foodwatch soll eine operativ unabhängige Einrichtung geschaffen werden.


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