Überlebender nach Erdrutschen in China geborgen

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Mehr als drei Tage nach den verheerenden Erdrutschen im Nordwesten Chinas haben die Rettungskräfte einen Vermissten lebend geborgen. Wang Dianlan sei im zweiten Stockwerk eines Hotels der Stadt Zhouqu von den Schlammmassen eingeschlossen gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch. Die Zahl der Toten beträgt derzeit 1.117, über 600 Menschen werden aber nich vermisst.
Der 50-jährige Wang Dianlan war bei seiner Rettung völlig ausgetrocknet, aber in stabilem Zustand. Er lebte von getrockneten Nudeln rief um Hilfe, als die letzte Packung aufgebraucht war. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder, wie er von Soldaten in Sicherheit gebracht wurde. Das Hotel steht mitten in einer Art Stausee aus Schlamm- und angeschwemmtem Unrat, der durch die Erdrutsche entstand.
Tausende Rettungskräfte versuchen derzeit, Schlamm und Müll vor dem Beginn neuer Regenstürme abzutragen. Sie befürchten, der noch im Laufe des Tages erwartete Taifun Dianmu könnte weitere Gerölllawinen auslösen. Hoffnung, weitere Überlebende zu finden, bestand kaum mehr.
Ausgelöst durch heftigen Monsunregen waren am Samstag gewaltige Erdrutsche in der Provinz Gansu niedergegangen und hatten mehrere Dörfer unter sich begraben. Mehr als 700 Menschen starben, mehr als tausend galten am Mittwoch noch als vermisst. Am schwersten betroffen war die Region um Zhouqu.
Der Taifun Dianmu richtete unterdessen in Südkorea schwere Schäden an. Fünf Menschen starben nach Angaben der Behörden, Dutzende Häuser wurden zerstört, Flüge annulliert und Fährverbindungen unterbrochen.











