Erste Diplomaten reisen wegen Qualms aus Moskau ab

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Wegen des giftigen Qualms von den Torfbränden rund um Moskau sind die ersten Diplomaten aus der russischen Hauptstadt abgereist. Polen, Kanada und Österreich hätten einige Mitglieder ihres diplomatischen Personals und deren Familien in die Heimat geschickt, berichtete der Radiosender "Echo Moskwy" am Sonntag. Im Wiener Außenamt wurden diese Angaben dementiert.
Es sei "kein diplomatisches Personal nach Hause geschickt" worden, betonte Ministeriumssprecher Harald Stranzl am Sonntag in der Früh auf APA-Anfrage. Alle österreichischen Botschaftsmitarbeiter seien an Ort und Stelle, mit Ausnahme derjenigen, die auf Urlaub sind. Auch werde die Botschaft in Moskau am Montag offen bleiben, sofern sich "nichts Wesentliches" an der Wettersituation ändere, so Stranzl. Nach Angaben von Botschaftsmitarbeitern sei die Lage am Sonntag nämlich besser als am Vortag, als der Anteil von giftigem Kohlenstoffmonoxid in der Luft den zulässigen Grenzwert um mehr als das Sechsfache überschritten hatte.
Unterdessen schickte Frankreich ein Löschflugzeug nach Russland. Italien bot ebenfalls an, mehrere Maschinen zur Verfügung zu stellen. Aus Polen waren 155 Feuerwehrleute auf dem Weg nach Russland. Deutschland liefert auf Bitten Russlands 100.000 Atemschutzmasken nach Moskau, außerdem Schläuche, Pumpen sowie Motoraggregate. Die Waldbrände breiteten sich indes auf eine Fläche von fast 200.000 Hektar aus.
Rund um das atomare Forschungszentrum in Sarow etwa 400 Kilometer östlich von Moskau schlugen Soldaten und Feuerwehrleute eine acht Kilometer lange und 150 Meter breite Brandschneise. Die Lage sei unter Kontrolle, teilte das Zivilschutzministerium mit.










