Schüsse bei Fahrzeugkontrolle in Ungarn: Drei Tote
Ein ungarischer Streifenpolizist und ein Pkw-Insasse sind in der Nacht auf Dienstag bei einer Fahrzeugkontrolle nahe dem Balaton durch Schüsse "regelrecht durchsiebt" worden. Am Mittwoch wurde in der Nähe des Tatorts in einem Geländewagen eine weitere Leiche gefunden. Spekuliert wird, dass aus diesem Wagen die tödlichen Schüsse auf den 29-jährigen Hauptwachtmeister abgegeben worden sein könnten.
Während die Polizei bisher keinen Kommentar zum neuen Leichenfund abgab, erklärten Rettungskräfte, sie seien "zwecks Feststellung des eingetretenen Todes" gerufen worden. Die Internetzeitung "Naplo" berichtete, dass der schwarze Geländewagen ein Schweizer Kennzeichen hätte und neben dem Fahrzeug eine Leiche mit kugelsicherer Weste und Maske gefunden worden sei. Im Wagen seien mehrere Waffen gefunden worden.
Laut Polizei hätte der Hauptwachtmeister keinerlei Überlebenschance gehabt. Bei dem Angriff wurde auch ein 19-jähriger Insasse des kontrollierten Fahrzeugs getötet. Ein weiterer erlitt schwere Verletzungen. Laut Landespolizeipräsidium wurde nicht aus dem von den Beamten kontrollierten Auto geschossen.
Der Wachtmeister war mit einem Polizeischüler, der bei dem Attentat unverletzt blieb, auf Streife und überprüfte in der Ortschafi Alsoörs einen Ford Fiesta, in dem fünf Passagiere saßen. Laut einem ungarischen Sicherheitsexperten ist es ausgeschlossen, dass die Angreifer "Jagd auf einen Polizisten" gemacht hätten. Es sei ebenso unwahrscheinlich, dass Autodiebe in dem schwarzen Wagen gesessen wären. Denn diese hätten sich mit Vollgas der Fahrzeugkontrolle entzogen. Es könnte angenommen werden, dass durch die Fahrzeugkontrolle die "Enttarnung von Tätern eines schweren Vergehens" gedroht haben muss und deswegen die Schüsse fielen.











