Gay Games in Köln mit "feuriger" Show eröffnet
Die achten Gay Games, die Olympischen Spiele für Lesen, Schwule, Bi- und Transsexuelle, sind am Samstag in Köln von Schirmherr Guido Westerwelle (FDP) eröffnet worden. Gäste der Show waren neben den rund 10.000 teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler die Sängerinnen Agnes und Taylor Dayne.
Letztere präsentierte die offizielle Hymne der Kölner Spiele "Facing a mircale", kurz nachdem die Fackel mit dem Feuer der Gay Games in das Stadion gebracht wurde. Gleich wie bei den Olympischen Spielen war der Einzug der Athleten der Auftakt zu den Gay Games in Köln. Auch die rund 100 Österreicher und Österreicherinnen präsentierten sich vor Tausenden Zuschauern im Rheinenergiestadion. Mit knapp 3.000 Teilnehmern wird das Gastgeberland Deutschland in der kommenden Woche die meisten Bewerber in die Wettkämpfe um Medaillen schicken, aber auch die USA mit knapp 2.000 und Großbritannien mit fast 800 "Delegierten" sind bei den Gay Games stark vertreten.
Nachdem alle Sportlerinnen und Sportler durch das Stadion gezogen waren, boten die Organisatoren ein buntes Programm aus klassischer Orchestermusik und modernen Titeln. Danach gedachte der deutsche Außenminister und FDP-Chef Westerwelle jenen 21 Menschen, die am vergangenen Wochenende bei der Loveparade in Duisburg ums Leben gekommen waren und hoffte, dass die Hunderten Verletzten bald wieder gesund würden.
Anschließend sprach der offen zu seiner Homosexualität stehende Politiker von der Ehre, die Gay Games erstmals in Deutschland austragen zu dürfen. Er wies aber auch auf jene Generation hin, die "für unsere Freiheit gekämpft hat". Auch nicht vergessen werden dürften die Opfer von Diskriminierung im Zusammenhang mit Homosexualität: "Keine Religion kann Mord rechtfertigen", meinte Westerwelle Bezug nehmend auf Glaubensrichtungen, bei denen Lesben und Schwule verfolgt und getötet werden.










