Werberat fordert von Hirter mehr "Sensibilisierung"
Der Werberat gab auf das Plakat, das viele provoziert, eine sehr milde Antwort. Er sprach keine Verurteilung aus, rät aber "dringend zu einem Sujetwechsel".

Foto © Sabine HoffmannDas umstrittene Werbeplakat von Hirter
Die von den Wiener SPÖ-Frauen beanstandete Werbekampagne "Hirter Fasstypen" hat auch den Werberat beschäftigt. Dieser hat am Freitag zu dem Sujet der Brauerei, auf dem nackte Frauenhaut zu sehen ist, zu künftiger Sensibilisierung aufgefordert. Verurteilt wurde die freizügige Kampagne jedoch nicht.
Zwar bemängelt der Werberat, "dass sich das Werbemittel bewusst spärlich bekleideter, ihre Nacktheit lediglich mittels ihrer Arme bedeckender, Frauen bedient, ohne dass ein unmittelbarer oder mittelbarer Zusammenhang zwischen der beworbenen Ware und den Körpern der Protagonistinnen erkennbar wäre", was in Formen der kommerziellen Kommunikation "als inadäquat zu betrachten" sei. Unter anderem weil die Kampagne als nicht jugendgefährdend eingestuft wurde, hat der Werberat keine Verurteilung ausgesprochen, rät aber "dringend zu einem Sujetwechsel respektive das Sujet für weitere werbliche Aktivitäten nicht mehr einzusetzen".
"Keine Aurfegung bei männlichen Sixpack"
Dietmar Kerth, Geschäftsführer der Hirter, ist mittlerweile hin- und hergerissen: "Die Wirkung des Plakats hat mich schon überrascht, auch positiv. Tausende wollen das Plakat haben." Über Sexismus habe höchstens ein Prozent geschimpft. Und es sei komisch. Als man vor Jahren mit einem männlichen Sixpack-Bierbauch geworben habe, hätte sich niemand aufgeregt.











