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Zuletzt aktualisiert: 31.07.2010 um 10:03 Uhr

Doppelmord: Wienerin nach Verhör enthaftet

Neues im Fall der Bluttat an Ehepaar in Paraguay: Als mutmaßliche Komplizin des Villacher Zuhälters verhaftete Österreicherin ist wieder auf freiem Fuß.

Verdächtige M. A. Grabner enthaftet

Foto © KKVerdächtige M. A. Grabner enthaftet

In Paraguay überschlagen sich nach dem Doppelmord an einem deutschen Ehepaar die Ereignisse: Jene Österreicherin (46), die im Verdacht stand, Komplizin des mutmaßlichen Haupttäters, eines Villacher Zuhälters, zu sein, wurde gestern nach stundenlangem Verhör enthaftet.

Wie berichtet, soll die Frau deshalb verhört worden sein, weil man angenommen hatte, dass die Frau vom Handy des Mordopfers eine SMS mit dem Wortlaut: "Wir fliegen morgen nach Mexiko, liebe Grüße" versendet hatte. Über die Gründe der Enthaftung wurde noch nichts bekannt gegeben.

Jetzt sickerte aber mehr über die Identität der Frau, die den gleichen Nachnamen wie die seit 2006 vermisste Michaela Grabner hat, durch. Laut ihrem österreichischen Reisepass wurde sie im August 1963 in Wien geboren.

Die Frage, die sich jetzt vor allem die österreichischen Behörden stellen: Ist die verhörte Frau Grabner - wenn man davon ausgeht, dass die Identität echt ist - mit Michaela Grabner verwandt?

Die Kleine Zeitung fragte bei der Mutter der Vermissten nach. Christine Grabner, kennt die Frau nur aus dem Internet. Sie war bis vor Kurzem auf Facebook unter den Freunden des Zuhälters zu finden. Mittlerweile ist ihre Seite gelöscht.

Grabner sagt: "Sie ist weder verwandt mit uns, noch kenne ich sie. Dass sie gleich heißt, wie wir, muss ein purer Zufall sein." Die Ereignisse der letzten Tage haben der besorgten Mutter ziemlich zugesetzt. "Ich bin ganz durcheinander. Wann hat das alles endlich ein Ende? Was ist bloß mit meiner Tochter passiert? Werden wir irgendwann Gewissheit haben?"

Der inhaftierte Villacher beteuert weiter seine Unschuld. Er wurde gestern in Paraguay ins Staatsgefängnis Tacumbu verlegt. Die Beweislast gegen den Kärntner soll laut Ermittlern erdrückend sein.

CLAUDIA BEER-ODEBRECHT

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