Schüsse in Wien - Schwerverletzter aus Koma geholt

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Nach den Schüssen in der Wiener Innenstadt ist der 57-Jährige, der bei der blutigen Geschäftsbesprechung am Donnerstag mehrfach in der Brust getroffen worden war, aus dem Tiefschlaf erwacht. "Er befindet sich auf dem Weg der Besserung", sagte Polizeisprecherin Iris Seper zur APA. Mit Spannung wurde die Einvernahme des Verdächtigen erwartet.
Der 70-jährige Iraner Samad A. soll in den Räumlichkeiten der Unternehmensgruppe Cerag in der Weihburggasse 14 einen 75-jährigen Geschäftspartner erschossen und zwei weitere schwerst verletzt haben. Samad A. befand sich am Montag nach einem leichten Herzinfarkt bereits in den Händen der Justiz, die Ermittler wollten mit ihm sprechen. Allerdings gab es von den Ärzten kein grünes Licht dafür. Die Einvernahmen des Verdächtigen und des 57-jährigen Opfers sollen frühestens am Mittwoch möglich sein.
Übrigens waren auch seine Herzprobleme durchaus nichts Neues: Als er 2005 festgenommen worden war, weil er sein Haus in Niederösterreich in die Luft jagen ließ, klagte er ebenfalls über Schwierigkeiten mit dem Organ. Er wurde für den Brandanschlag verurteilt und heuer im Jänner bedingt entlassen. Im Februar stellte er übrigens einen Asylantrag, um nicht in den Iran abgeschoben zu werden. Dieser Fall gilt auch als wahrscheinlichstes Motiv für die Schüsse der Vorwoche. Der 70-Jährige könnte die Opfer für seinen Gefängnisaufenthalt verantwortlich gemacht und Rache geübt haben.
Weiterhin weitgehend im Dunkeln lag, ob sich die Cerag Holding neben ihren offiziellen Geschäften - Bauprojekte im Iran, Import und Export von Rohstoffen bis Autos und Ähnliches - auch mit Dingen beschäftigte, die man den Behörden nicht unbedingt mitteilen will, die aber wesentlich lukrativer sind. Gemutmaßt wurden unter anderem Geschäfte mit Suchtgift. Samad A. stand wegen Drogenhandels in großem Stil mehrfach vor Gericht, zuletzt im April 1999.











