BZÖ fordert "Burn-out-Ombudsmann"

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Das BZÖ widmete sich am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien den Themen "Burn out, Mobbing und Bossing" und mahnte von Gesundheitsminister Stöger mehr Aktivitäten in diesem Bereich ein. BZÖ-Generalsekretär Ebner und Frauensprecherin Schenk forderten die Schaffung einer Burn-out-Ombudsstelle nach Vorbild des Behindertenanwalts.
Nicht zuletzt aus Kostengründen sei die Behandlung von Burn-out auf Kosten der Sozialversicherungen sinnvoll, da ein rapider Anstieg der Krankenstandstage aufgrund dieser Diagnose zu verzeichnen sei. Als ersten Schritt verlangt das BZÖ, den momentanen Stand zu erheben. Für Österreich liege nicht einmal aktuelles Datenmaterial vor - 2007 sei die letze diesbezügliche Studie mit Ergebnissen aus dem Jahr 2006 veröffentlicht worden. Stöger will jedoch in erster Linie auf Prävention und Gesundheitsförderung, vor allem auf betrieblicher Ebene und die Verbesserung des Arbeitsumfeldes akut gefährdeter gesellschaftlicher Gruppen setzen.
ÖVP-Gesundheitssprecher Rasinger forderte, in Sachen psychischer Erkrankungen von der Zwei-Klassen-Medizin abzukommen. Er kritisiert unter anderem, dass in Wien nur ein Viertel der Psychiater über einen Kassenvertrag verfügt. Die Folgekosten bei nicht oder zu spät diagnostizierten und behandelten psychischen Erkrankungen zählen zur Spitze des Eisbergs einer volkswirtschaftlich gesehen verfehlten Strategie. Die Aufstockung der Behandlungsmöglichkeiten auf Krankenschein sei ein notwendiger Schritt. Die Idee, eine unabhängige, weisungsfreie Burn-out-Ombudsstelle einzurichten, lehnt Rasinger ab.
Zurückhaltend gibt sich die Ärztekammer zu Forderungen nach psychologischer Behandlung auf Krankenschein. Die Entscheidung, ob eine psychologische Betreuung notwendig sei, müsse ein Arzt treffen. Der Arzt müsse eine Diagnose stellen und eine Therapie verordnen, eine psychologische Betreuung könne dann ein Teil davon sein, sagte Ärztekammer-Vizepräsident Günther Wawrowsky am Mittwoch in einer Pressekonferenz.











