Hitze: Freibad und Urlaub statt Kunst und Kultur

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Gegen Hitze hilft nur Abkühlung. Der erste Stopp ist hierbei meist das Freibad. In Deutschland füllen sich jedoch bei über 30 Grad nicht nur die Bäder, sondern auch Museen und Kinosäle - wegen der klimatisierten Räume. In Österreich lässt sich ein derartiger Trend nicht erkennen. "Bei extremen Temperaturen gehen die Leute lieber ins Bad als ins Museum", so Barbara Hammerschmied vom MUMOK in Wien.
Stattdessen sei nur bei Schlechtwetter ein geringer Anstieg der Besucherzahlen zu beobachten, so Hammerschmied. "Darüber hinaus gilt es zu berücksichtigen, dass der Juli ein klassischer Urlaubsmonat ist." Generell scheint schönes, heißes Wetter nicht förderlich für Kultureinrichtungen, vor allem für Kinos. "Das Frühjahr war kalt und regnerisch, deshalb waren die Menschen schon hungrig nach sommerlichem Wetter", schilderte Christian Langhammer, Geschäftsführer der Cineplexx-Kinokette, der APA. "Wir hoffen auf den August, weil dann viele schon genug von den extremen Temperaturen haben. Das ist tendenziell ein guter Kino-Monat."
Lediglich Blockbuster schaffen es wetterunabhängig, Österreicher in die Kinos zu locken. Cineplexx konnte bei der Vorpremiere des langersehnten dritten "Twilight"-Teils "Eclipse - Bis(s) zum Abendrot" am Mittwoch einen Besucherrekord von 19.500 Besuchern verbuchen.
Auch in der Museumswelt wird mit populären Programmen gegen die Hitzewelle angekämpft: So ruft die Kunsthalle Wien unter anderem in sozialen Netzwerken unter dem Motto "Coole Kunst in kühler Halle" zum Besuch der Street-Art-Ausstellung "Basquiat bis Seripop" auf. "Wir greifen das Thema Hitze ganz bewusst auf", so Kunsthallendirektor Gerald Matt zur APA. "Es scheint zu funktionieren, wir haben einen deutlichen Besucheranstieg verglichen mit dem Sommerbeginn letzten Jahres."










