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Zuletzt aktualisiert: 11.07.2010 um 21:09 UhrKommentare

Großflächiger Waldbrand im Schneeberggebiet

Rund 1,5 Hektar gingen im südlichen Niederösterreich in Flammen auf. Hubschrauber und Flugzeuges des Bundesheeres und der Polizei brachten das Feuer weitgehend unter Kontrolle.

Foto © APA

Als gefährlichen Einsatz für die Löschtrupps hat Josef Huber, Bezirksfeuerwehrkommandant von Neunkirchen, am Sonntagnachmittag die Bekämpfung eines in der Früh ausgebrochenen Waldbrandes am Schneeberg im südlichen Niederösterreich bezeichnet. Die Flammen seien weitgehend unter Kontrolle. Das Ablöschen von Wurzelstöcken werde aber noch einige Tage dauern.

Von dem Brand waren etwa 1,5 Hektar Wald und Unterholz in einem unwegsamen und steilen Gelände in Kaiserbrunn (Bezirk Neunkirchen) betroffen. Für den Löscheinsatz in 900 Metern Seehöhe wurden von der Landeswarnzentrale auch Hubschrauber und Flugzeuge der Polizei bzw. des Bundesheeres angefordert.

Bekämpft wurden die Flammen vornehmlich durch den Abwurf von Löschwasser, teilte Franz Resperger, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos, mit. Zum Einsatz kamen dabei Behältnisse mit einem Fassungsvermögen von 500 bis 3.000 Liter. Zur Aufnahme des Wassers diente die Schwarza im Gemeindegebiet von Hirschwang. Außerdem errichteten Bodentruppen nahe des Brandherdes einen 10.000 Liter Wasser fassenden Faltbehälter.

Für die Bekämpfung der Flammen aus der Luft standen zwei Eurocopter der Polizei, zwei S-70 Black Hawk, eine Agusta Bell 212, eine Bell OH-58 Kiowa sowie drei Pilatus PC-6 Turbo Porter des Bundesheeres zur Verfügung. Etwa alle zehn Minuten würde eine Maschine mit gefülltem Löschwasserbehälter auf den Schneeberg starten, sagte der fliegerische Einsatzleiter, Major Wolfgang Rafetseder, vom Luftunterstützungsgeschwader aus Langenlebarn (Bezirk Tulln). Abhängig von der Type könnten pro Flug 800 bis 3.000 Liter Löschwasser zum Brandherd transportiert werden. Mit einem Einsatzende rechnete Rafetseder nicht vor den Abendstunden, berichtete das Militärkommando NÖ.

Seitens der Feuerwehren standen laut Huber etwa 180 Mann aus dem Bezirk Neunkirchen im Einsatz. Die Flugdienstgruppe Süd der Feuerwehr war ebenfalls ausgerückt.

Das Feuer hatte sich zunächst rasch ausgebreitet. Zugute kam den Helfern beim Löscheinsatz letztlich, dass es windstill war. Menschen seien durch den Waldbrand nicht in Gefahr, sagte Resperger. Die Feuerwehrleute, die sich auf dem Boden vorgekämpft hatten, mussten freilich immer wieder abgelöst werden.


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