Erneut Melamin-verseuchtes Milchpulver in China

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In China haben die Behörden erneut mit der Chemikalie Melamin verseuchtes Milchpulver entdeckt. In der Provinz Gansu im Nordwesten des Landes wurden 76 Tonnen des Produkts beschlagnahmt. Tests hatten ergeben, dass in dem Pulver 500 Mal mehr Melamin als erlaubt enthalten war. Einem Bericht von "Beijing News" zufolge wurde verseuchtes Milchpulver auch in der nordöstlichen Provinz Jilin gefunden.
Bereits im Jahr 2008 hatte es in China einen Skandal um verseuchtes Milchpulver mit fast 300.000 erkrankten Babys und mindestens sechs Todesfällen gegeben. Das Melamin war dem Milchpulver beigemischt worden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Eigentlich wird die gefährliche Chemikalie zur Herstellung von Plastik verwendet. Die Industriechemikalie kann die Bildung von Nierensteinen und Nierenversagen verursachen.
In den aktuellen Berichten wurden keine Angaben darüber gemacht, ob erneut verseuchtes Milchpulver auch an Verbraucher verkauft wurde. Wegen des Fundes in Gansu wurden laut "Beijing News" zwei Verantwortliche der Herstellerfirma festgenommen. In Zusammenhang mit dem Melamin-Skandal vor zwei Jahren wurden 21 Angeklagte schuldig gesprochen, drei davon wurden zum Tode verurteilt, zwei bereits hingerichtet.










