Todesfahrt: Alko-Polizist vor Gericht
Geheimniskrämerei hat ein Ende: Lavanttaler Polizist hatte kurz nach Todesfahrt im Dezember 2,44 Promille Alkohol im Blut. Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage fertig.

Foto © FF ST. ANDRÄDer Pkw des Pensionisten wurde durch den Zusammenstoß völlig zerstört. Der 74-Jährige hatte keine Chance zu überleben
Die Polizei hat den Alkoholisierungsgrad jenes Beamten, der im Dezember einen tödlichen Unfall verursacht hat, wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Doch die Geheimniskrämerei hat jetzt, wo der Polizist öffentlich angeklagt wird, ein Ende: Der 52-jährige Lavanttaler hatte 2,44 Promille Alkohol intus. Der Wert wurde eine Stunde nach dem Unfall gemessen. Ein 74-jähriger Pensionist aus St. Andrä musste diese Verantwortungslosigkeit mit seinem Leben bezahlen.
"Die Anklageschrift ist fertig", bestätigt Staatsanwalt Friedrich Borotschnik. "Der Polizist wird wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen angeklagt." Ein strafrechtliches Delikt, das mit einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren bedroht ist. Ein Gerichtstermin steht noch nicht fest.
Der Beamte wurde sofort nach dem Unfall vom Dienst suspendiert. "Die Suspendierung ist nach wie vor aufrecht", sagt Gottlieb Türk, Pressesprecher des Landespolizeikommandos.
Zum Unfall ist es am 18. Dezember 2009 kurz vor 15 Uhr gekommen: Der Polizist war in seiner Freizeit mit seinem privaten Auto auf der Packer Straße unterwegs gewesen. In Klein-Rojach prallte der Beamte gegen den Wagen des Pensionisten, der vor ihm verkehrsbedingt anhalten musste. Durch den Anprall wurden beide Fahrzeuge in den Straßengraben geschleudert. Während das Auto des Polizisten in der Wiese zum Stillstand kam, wurde der Pkw des Pensionisten gegen einen abgestellten Lkw geschleudert. Der 74-Jährige verstarb an der Unfallstelle. Der Polizist flüchtete. Kollegen haben ihn kurz danach, angeblich in einem Gasthaus, aufgegriffen.











